01. April 2011, 19:00 Uhr

Angehende Feinbäcker aus Frankreich zu Gast

Lollar (esk). In den vergangenen drei Wochen waren zwei Schüler des Lycée Francois Rabelais, einer berufsorientierten Fachoberschule in der französischen Partnerstadt Brassac-les-Mines, in Lollar zu Gast.
01. April 2011, 19:00 Uhr
Cornelia Maykemper Torsten Rosendahl Valentin Maupied Thomas Almeida , Christophe Nechaouni,Jean Marcel Dossou in der Konditorei in Wieseck. (Foto: esk)

Eine der Besonderheiten dieses Lyceums: Unterrichtet wird in den »métiers de la bouche«: Dort lernt, wer im Nahrungsmittelhandwerk Karriere machen will: Metzger und Fleischer, Bäcker und Konditor, Chocolatier und Confiseur. Möglich gemacht hatte diesen Aufenthalt das europäische Austauschprogramm »Leonardo da Vinci«, das grenzübergreifende berufliche Bildung fördert. Der 15-jährige Thomas Almeida und der 17-jährige Valentin Maupied kamen in Begleitung ihrer Englischlehrerin Madame Martine Vijoux und ihres Fachlehrers Christophe Nechaouni.

Zuträglich waren die guten Kontakte mit dem Partnerschaftskomitee mit seiner Vorsitzenden Cornelia Maykemper. Projektkoordinatorin war Bettina Metz-Rollshausen, und auch der städtische Gemeinwesenarbeiter Jean Marcel Dossou trug zum Gelingen bei. Angeregt hatte dieses Projekt die Englischlehrerin aus Brassac.

Zunächst absolvierten die jungen Franzosen zur Eingewöhnung ein Kulturprogramm. Stationen waren unter anderem Unterrichtsbesuche an der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar-Staufenberg mit einem Empfang durch Schulleiterin Dr. Barbara Himmelsbach, Besuche der Licher Brauerei und der Karstadt-Konditorei in Gießen, ein Empfang bei Bürgermeister Dr. Bernd Wiezcorek und eine Fahrt nach Weimar mit Gedenkstätte Buchenwald.

Thomas war beim »Tortenkavalier«,
Valentin hospitierte auf der Schönemühle

In den zwei folgenden Wochen absolvierten Thomas und Valentin dann ihr Berufspraktikum. Thomas war in der Konditorei und Café »Der Tortenkavalier« in Wieseck. Dort lernte er unter Anleitung von Inhaber Torsten Rosendahl das Zubereiten von Pralinen und Schokolade sowie die Rollfondantmodellage. Rollfondant ist eine weiche, essbare, modellierbare Zuckermasse, die der Herstellung von Tortendekoration dient. Seinerseits gab er sein Wissen weiter, erzählte, wie man Brioches und Croissants zubereitet.

Valentin hospitierte in der Konditorei der Schönemühle bei Salzböden. Unter Anleitung von Inhaber Thomas Walther erweiterte er sein Fachwissen in der Herstellung jeglicher Art von Feingebäck, was im außergewöhnlichen Ambiente des Mühlencafés nicht schwerfiel. Im Gegenzug zeigte Valentin eine verbesserte Schokoladenrezeptur.

Beide Praktikanten waren sich einig, eine unvergessliche und fantastische Zeit in Lollar verbracht zu haben. Mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen kehren sie an ihre Fachoberschule zurück, um ihre zweijährige Ausbildung mit dem Konditor-CAP (Certificat d'aptitude professionnel) zu krönen. In Brassac leben sie übrigens im schuleigenem Internat. Die Ausbildungskosten trägt der Staat, Unterbringung und Verpflegung zahlen die Eltern. Die Gäste hoben ausdrücklich die Gastfreundschaft der Lollarer hervor. Extradank galt den Familien Maykemper und Metz-Rolshausen, wo Thomas und Valentin wohnten. Christophe Nechaouni lebte bei Familie Ewald und Ursula Rolshausen vom Partnerschaftskomitee, Frau Kärcher aus Lollar hatte Martine Vijoux zu Gast.

Und welches waren für die jungen Franzosen die deutschen Lieblingskuchen und Gebäcke? Brezeln, Frankfurter Kranz, helle Schwarzwälder Kirschtorte und Erdbeertorte - aber bitte mit Sahne!

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