12. Juni 2014, 18:38 Uhr

Gelungenes Orgel+-Konzert in Pohlheim

Pohlheim (rge). Das Wirken und der musikalische Geist von Carl Philipp Emanuel Bach standen im Mittelpunkt der Orgel+-Konzertreihe.
12. Juni 2014, 18:38 Uhr
Cornelia Gödicke, Kantorin Yoerang Kim-Bachmann und Susanne Oehler musizierten im Rahmen der Orgel+-Konzertreihe.

Anlässlich des 300. Geburtstags des 1714 in Weimar geborenen Bach, der als Berliner und Hamburger Bach von den Zeitgenossen bis zu seinem Tode im Jahr 1788 bewundert und verehrt wurde, hatte die Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde, Yoerang Kim-Bachmann (Orgel), mit Cornelia Gödicke (Geige) und Susanne Oehler (Querflöte) in die Christuskirche wieder ausgezeichnete Musikerinnen eingeladen. Über 100 Zuhörer ließen es sich an diesem schönen Sommerabend nicht entgehen, bei diesem Konzert mit Klassikern von Bach und Mozart dabei zu sein und bereuten ihr Kommen nicht.

Beschwingt bis melancholisch

Dass dabei Eingangs ein Stück aus dem Jahre 1740 mit der »Sonate für Flöte und Basso Continuo in a-moll« den konzertanten Reigen eröffnete, war dann auch mit seiner Heiterkeit und Beschwingtheit ansprechend. Statt Bass begleitete die Orgel die Flötenpassagen als Unterlegung der Komposition. Dass Vater Johann Sebastian Bach ein musikalisches Vorbild seines Sohnes war, zeigte seine Sonate für Flöte und Orgel in E-Dur, die Oehler und Kim-Bachmann wunderschön interpretierten. Solo für Orgel gab es danach bei »Fantasie in g-moll, BWV 542« und der »Fuge in g-moll, BWV 542«. Das war klassischer Orgelsatz mit seiner ganzen dynamischen Klaviatur, die Kim-Bachmann an den Tasten und Pedalen perfekt inszenierte.

Dazwischen spielte Oehler an ihrer Flöte von einem anderen Standpunkt auf der Empore, die »Sonate für Querflöte Solo in a-moll« aus dem Jahre 1747. Das erinnerte an die Leichtigkeiten im Gesang eines unbeschwerten Vogels im Kirchenschiff. Bei der Triosonate zeigte dann auch die Gießener Violinistin Cornelia Gödicke, dass sie an der Geige Meisterin ihres Fachs ist. Gemeinsam mit Orgel und Flöte entführte sie die Zuhörer in eine romantische und melancholische Welt des Bach-Sohns.

Inspiriert von Carl Philipp Emanuel Bach war es Wolfgang Amadeus Mozart, der mit seiner »Andante C-Dur für Flöte und Orchester« aus dem Jahr 1778 Musikgeschichte mit der Bach-Handschrift für die Ewigkeit in seinen Noten festhielt. Kim-Bachmann und Oehler brachten diesen Geist in der Christuskirche zur Freude der Klassikfreunde zum Klingen. Alle drei Instrumentalistinnen bewiesen noch einmal im finalen »Allegretto« der »Triosonate« ihr einfühlsames Musikverständnis in Bachs Wirken. Erneut war Kantorin Kim-Bachmann in der Christuskirche mit diesem Orgel+-Konzert ein einzigartiges Musikereignis gelungen. Es war zudem beste Werbung für Pohlheim als die Kulturstadt am Limes. Applaus gab es für die drei Musikerinnen reichlich.

Für Sonntag, 20. Juli, um 15 Uhr kündigte die Kantorin das Jazz-Oratorium »Die Schöpfung« von Georg Cormann an. Dann werden neben dem Watzenborn-Steinberger Gospelchor »Joyful Voices«, dem Kinderchor und dem Projektchor die Musiker des Latin-Jazz-Ensemble NRW unter Leitung von Georg Corman auf der Landesgartenschau Gießen in der Lichtkirche unter ihrer Gesamtleitung zu hören sein.

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