03. September 2012, 15:53 Uhr

Benefizkonzert in Odenhausen: Erlös für Straßenkinder

Rabenau (vh). Der Geigen-»Altmeister« des Philharmonischen Orchesters Gießen, Georgi Kalaidjiev, ist als Berufsmusiker seit Jahresbeginn im Ruhestand. Doch einer wie er legt das geliebte Instrument nicht einfach in die Ecke. So spielte er am Samstag auf dem Hofgut Odenhausen/Lumda für den guten Zweck.
03. September 2012, 15:53 Uhr
Geiger Georgi Kalaidjiev (links) und das multikulturelle Orchester Gießen. (Foto: vh)

Dort betreibt Gudrun Maecker seit 15 Jahren die Ballettschule Arabesque. Nun ist ein kleines Hoftheater für Marionettenspiel im Aufbau begriffen. Gudrun Maecker möchte einmal jährlich etwas für die Kinder tun, die auf der Straße und von der Kultur abgehängt leben. Aus diesem Grund war Georgi Kalaidjiev mit dem multikulturellen Orchester Gießen zu einem Benefizkonzert eingeladen. Der Konzerterlös wird Straßenkindern in Sliven/Bulgarien, Georgis Heimatstadt, zugute kommen. Gleichzeitig sollte von diesem Konzert, das rund 50 Zuhörer als Open-air-Veranstaltung erlebten, ein Signal ausgehen, auch hilfsbedürftige Kinder hierzulande anzusprechen, sie von der Straße zu holen und ihnen Kultur nahe zu bringen.

Dass nämlich einfache Lebensverhältnisse und ein hohes Talent gut zueinander passen, dafür steht Kalaidjiev persönlich, auch wenn er selbst kein ehemaliges »Straßenkind«ist. In Sliven konnte das musikalisch talentierte Kind seinerzeit zwar die Musikschule besuchen, doch erst ein Stipendium seiner Heimatstadt ermöglichte ihm ein Musikstudium in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Kalaidjiev wurde schließlich Konzertmeister des Kammerorchesters »Sofioter Solisten« und tourte 18 Jahre lang rund um den Globus. Seit 1993 wohnt er in Gießen und musizierte im Orchester des Stadttheaters.

In der Folge gründete er nebenbei verschiedene Ensembles. Das multikulturelle Orchester setzt sich zusammen aus Mitgliedern verschiedener Nationen und entwickelt sein Programm aus der Tradition eben dieser Länder. Hierzu zählen unter anderem Persien, Afrika, natürlich Bulgarien und weitere Balkanländer und Deutschland.

Die Musik klingt leidenschaftlich, virtuos, tanzbar und manchmal für Mittelhessen etwas exotisch: eben die musikalischen Sprachen dieser Welt für das Hilfsprojekt »Musik statt Straße«. In Sliven erhalten Kinder aus ärmsten Familien und aus Heimen zweimal pro Woche Unterricht in Violine, Gitarre, Akkordeon und Klavier sowie in Malerei, und sie werden nebenbei mit einem gesunden Essen verköstigt. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Wer das Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann dies mit Geldspenden tun: Spendenkonto 81695504 der Deutsch-Bulgarischen-Gesellschaft bei der Volksbank Mittelhessen, BLZ 51390000; mit einer Sachspende in Form eines nicht mehr benötigter Instruments oder durch die Übernahme einer Patenschaft. Informationen auf der Internetseite www.musik-statt-strasse.jimdo.com . Kontakt zu Georgi Kalaidjiev unter der Telefonnummer 01 77-2 15 47 32 und kalaidjiev@online.de .

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