26. August 2013, 16:58 Uhr

Serenade bot wilde Abenteuer und Liebesdramen

Reiskirchen (sh). Die »20th Century Fox«-Fanfare läutete am Samstag ein Programm ein, dass die Herzen der Filmmusikfans höher schlagen ließ. Wilde Abenteuer, Westernromantik, Fantasy und Liebesdrama – das Serenadenkonzert des Reiskirchner Blasorchesters unter der Leitung von Otmar Scheld ließ keine Wünsche offen.
26. August 2013, 16:58 Uhr
»Charlie Chaplin«

Auch wenn das Programm aufgrund des schlechten Wetters nicht wie geplant auf dem aufwendig präparierten Platz vor der Kirche, sondern in der Sport- und Kulturhalle in Burkhardsfelden stattfinden musste, ließen sich Musiker und Publikum die Laune nicht verderben.

Zu Klängen aus dem Film »1492 – Conquest of Paradise« erläuterte Moderatorin Susanne Hohmeyer-Lichtblau zu Beginn einige interessante Fakten zum Thema Filmmusik. Dann folgte gleich das erste Highlight: »Moment for Morricone« mit berühmten Westernmelodien. Sozusagen ein Tribut an Ennio Morricone, der über 500 Filmmusiken geschrieben hat und mit seinen Kompositionen die ganze Stilrichtung des »Italo-Western« geprägt hat. Ganz originalgereu wurde das Stück zusammen mit einem Gesangsensemble aufgeführt (Nicole Tamburro, Anna Maria Walter, Rahel Haumann und Anne Kathrin Abel). Eine Kombination mit Gänsehautgarantie.

Gesang spielte an diesem Abend auch weiterhin eine große Rolle. »Over the Rainbow« aus dem Fantasy-Klassiker »Der Zauberer von Oz«, war das erste von vier Stücken, die das Orchester zusammen mit der professionellen Sängerin Nicole Tamburro als Solistin präsentierte. Ein Lied, das schon im zweiten Weltkrieg für die US-amerikanischen Truppen ein Symbol der Sehnsucht nach der Heimat war, und das auch an diesem Abend die Herzen der Besucher berührte.

Abenteuerlich ging es weiter mit Melodien aus den »Indiana Jones«-Filmen, gefolgt von »Moon River« aus »Frühstück bei Tiffany«. Auch hier begeisterte Nicole Tamburro mit ihrer großartigen Stimme.

Die zweite Gesangssolistin des Abends war Anna-Marie Walter. Ihr Lied »Gabriela’s Song« stammt aus dem Film »Wie im Himmel« und erzählt von einer Frau, die sich aus Unterdrückung und Demütigung befreit und beginnt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Bei den Highlights aus »Der König der Löwen« kam richtig Bewegung in die Halle. Angeführt von »Rafiki« alias Kirsten Santos, ließen rund 20 Kinder in liebevoll gestalteten Kostümen die Geschichte vom kleinen Löwenjungen Simba vor den Augen der Zuschauer lebendig werden.

Nach »Beyond the Sea« aus dem Zeichentrickfilm »Findet Nemo«, ließen die Musiker eine Ikone des Stummfilms wieder auferstehen: Charly Chaplin. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Frech und charmant verkörperte Max Rößler (kleines Foto) den großen Komiker, neckte Dirigent, Musiker und Publikum und eroberte die Herzen der Besucher im Sturm.

Das Orchester ließ in seinem Programm keine Facette des Genres aus. So gehörte auch Musik aus dem verrückten Film »1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood«, der »Colonel Bogey March« aus »Die Brücke am Kwai« und »My Heart will go on« aus dem Katastrophendramas »Titanic« zum Programm. Musik aus dem Film »Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung« und die Zugabe »Time to say goodbye« beendeten ein außergewöhnliches Serenadenkonzert, das dem Publikum lange in bester Erinnerung bleiben wird. (Fotos: sh)

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