28. März 2014, 22:08 Uhr

Ein Projekt der Friedensarbeit

Wettenberg (so). Anerkennung und Respekt vor dieser Arbeit: Rund 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zehn der Gesamtschule Gleiberger Land haben sich in den vergangenen 14 Monaten auseinandergesetzt mit dem Leben und Leiden, Schaffen (und auch Scheitern) von Künstlern, die nach 1933 Deutschland verließen.
28. März 2014, 22:08 Uhr
Schüler und Lehrer der Gesamtschule Gleiberger Land stellen die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit Kultur im südfranzösischen Exil in den kommenden acht Tagen in der Kunsthalle des KuKuK in Wißmar aus. (Fotos: so)

Im Fokus vornehmlich Kunstschaffende, die in den Süden Frankreichs emigrierten. Das Projekt »Literatur und Kunst im Exil«, war auch in der zweiten Auflage fächerübergreifend (Deutsch, Kunst, Geschichte, Gesellschaftslehre), wurde federführend begleitet von den Lehrkräften Achim Schwarz-Tuchscherer und Gertrud Ritscherle. Das Unterrichtsprojekt wurde über ein Jahr in enger Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wettenberg organisiert. Neben dem Unterricht wurden Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten besucht. Zeitzeugen wurden zu den Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg befragt. Ein Höhepunkt der Auseinandersetzung: Eine einwöchige Exkursion nach Südfrankreich mit Stationen in Aix-en-Provence, Sanary-sur-Mer, Marseille, Avignon, der Wettenberger Partnerkommune Sorgues und dem Biebertal verbundenen Sarrians.

Seit gestern, bis zum 6. April, ist das Ergebnis dieser Aufarbeitung eines besondern Teils deutsch-französischer Geschichte in der Kunsthalle des KuKuK zu sehen, an diesem und dem kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, jeweils 15- bis 18 Uhr, sowie für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung (info@kukuk-wettenberg.de , 06 41/87 01 59)

+++ Mehr Bilder des Projektes in der Mediathek

Bürgermeister Thomas Brunner sprach von einem besonderen Projekt, das sich aus der normalen Schularbeit heraushebt und versicherte die Schule der unbedingten weiteren Unterstützung durch die Gemeinde. Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt, zugleich stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wettenberg nannte das Schulprojekt ein Stück Friedensarbeit, so wie auch die Partnerschaft Friedensarbeit sei. Die DFG stellt der Schule 50 Prozent ihres Beitragsaufkommens für solche Arbeit zur Verfügung. Ein Grußwort übermittelte der Europa-Abgeordnete und Schirmherr Udo Bullmann, der die Arbeit der Schüler nicht nur eine Reise in die Vergangenheit nennt, sondern auch Wegweiser in die Zukunft, ein Stück gelebtes Europa.

Nicht zuletzt lobte DFG-Vorsitzender Norbert Schmidt die Schüler für deren »anstrengende, aber ungemein befriedigende Arbeit«: »Es ist faszinierend zu sehen, wie sich Mittelstufenschüler diesem anspruchvollen Stoff stellen und daran wachsen.«



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