29. April 2010, 19:32 Uhr

In Krofdorf-Gleiberg Trauer um Rudolf Koch

Wettenberg (so/bf). Rudolf Koch ist tot. Der viele Jahre in öffentlichen Ehrenämtern tätige Krofdorf-Gleiberger starb im Alter von 78 Jahren in der Nacht zum Donnerstag; er erlag den Folgen eines schweren Sturzes vom 2. Februar, bei dem er auf einem schneebedeckten Gehweg auf den Kopf und ins Koma gefallen war.
29. April 2010, 19:32 Uhr
Rudolf Koch

Wettenberg (so/bf). Rudolf Koch ist tot. Der viele Jahre in öffentlichen Ehrenämtern tätige Krofdorf-Gleiberger starb im Alter von 78 Jahren in der Nacht zum Donnerstag; er erlag den Folgen eines schweren Sturzes vom 2. Februar, bei dem er auf einem schneebedeckten Gehweg auf den Kopf und ins Koma gefallen war.

»Ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement« wurde er genannt, als ihm Innenminister Volker Bouffier 2005 das Bundesverdienstkreuz überreichte. Denn Koch brachte sich in seiner Wahlheimat Krofdorf-Gleiberg und in der Großgemeinde Wettenberg über Jahrzehnte auf vielen Ebenen ein: in der Kirche, in der Kommunalpolitik, in der sozialen Arbeit, im Gesangverein. Eher still und ohne großen Aufhebens war er stets zur Stelle, wo eine helfende Hand gefragt war. Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen und Hilfsbereitschaft, bei gleichzeitigem Hintanstellen der eigenen Person, prägten die Arbeit dieses Mannes, der bei allen, die ihn kennenlernen durften, ein hohes Ansehen genoss.

Rudolf Koch, geboren 1931 in Düsseldorf, studierte nach dem Abitur Germanistik, Latein und Englisch für das Lehramt, bevor er sich für einen kaufmännischen Beruf entschied. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er kaufmännischer Angestellter und Prokurist bei der ehemaligen Firma Jäger-Treppen in Queckborn.

Jahrzehnte in der Kommunalpolitik

Seit den 1960er Jahren war der dreifache Familienvater kommunalpolitisch tätig. Von 1968 bis 1976 als Gemeindevertreter in Krofdorf-Gleiberg, von 1977 bis 1979 Bezirksvertreter in Wettenberg als Teil der damaligen Stadt Lahn. Kurze Zeit amtierte er als Bezirksvorsteher, war Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen und Allgemeine Verwaltung. 1979 wurde Koch Staatsbeauftragter Erster Beigeordneter der Gemeinde Wettenberg, gehörte ehrenamtlich dem Gemeindevorstand der neu gegründeten Großgemeinde an. 1985 bis 1993 wechselte er wieder in die Reihen der Gemeindevertreter, rückte dann noch einmal 2003 bis 2006 ins Parlament nach. Von 1985 bis 1989 führte er die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung, fungierte von 1989 bis 1993 als stellvertretender Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Darüber hinaus war Rudolf Koch seit 1960 in den unterschiedlichsten Funktionen in der CDU in Wettenberg tätig, etwa als stellvertretender Vorsitzender, Beisitzer und Schatzmeister.

Glaube als Fundament des Lebens

Neben der Politik engagierte sich Koch in der katholischen Kirchengemeinde St. Anna; über 20 Jahre im Pfarrgemeinderat, etliche davon als Vorsitzender. Mehr als 25 Jahre war er zudem Gottesdiensthelfer und Wort-Gottesdienst-Leiter. Darüber hinaus initiierte er beispielsweise den »Dienstagstreff für Alle«, im Haus der Begegnung angeboten von der katholischen Kirchengemeinde, brachte sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Gabi mit gescheiten Kurzweil-Angeboten ein. Und war sich nicht zu schade, bei Bedarf als Küster einzuspringen oder den Rasen an der Kirche zu mähen. Der Glaube war ein wichtiges Fundament seiner Arbeit, seines Lebens.

Von 1980 bis 1989 war Rudolf Koch zudem Vorsitzender des Gesangvereins 1842 Krofdorf. Bis zu seinem Unfall brachte er sich darüber hinaus tatkräftig in die Partnerschaft mit dem französischen Chor »Amista« in der Partnerstadt Sorgues ein.

1980/81 war Koch Mitbegründer des Fördervereins Sozialstation, wirkte dort im Vorstand mit: Von 1984 bis 2006 formal als Kassierer - eine Arbeit, die eher der eines Geschäftsführers gleichkam. Noch 2006/2007 ließ er sich bei der Caritas für die ehrenamtliche Hospizarbeit schulen, versah beispielsweise im »Haus der Begegnung« Telefondienst namens des Vereins »Füreinander - Miteinander«, der Menschen in schwierigen Lebenssituationen beisteht.

Die Trauerfeier für Rudolf Koch, der seine Frau Gabriele sowie drei erwachsene Kinder mit ihren Familien hinterlässt, findet am Montag, 3. Mai, von 14 Uhr an auf dem Friedhof zu Krofdorf statt.

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