20. Mai 2010, 18:12 Uhr

Neue Stiftung fördert Leukämie-Forschung

Wettenberg/Gießen (no). Ende April jährte sich zum zweiten Male der Todestag von Carsten Bender (Foto) aus Krofdorf-Gleiberg. Knapp eineinhalb Jahre nach der Blutkrebs-Diagnose, nach erfolgreicher Spendersuche und der Hoffnung auf Gesundung im Sommer 2007, nach der zur folgenden Jahreswende festgestellten Rückkehr der aggressiven Zellen und einer erneuten schmerzhaften Therapie war sein Körper nicht mehr in der Lage gewesen, den harten Eingriffen Paroli zu bieten.
20. Mai 2010, 18:12 Uhr

Wettenberg/Gießen (no). Ende April jährte sich zum zweiten Male der Todestag von Carsten Bender (Foto) aus Krofdorf-Gleiberg. Knapp eineinhalb Jahre nach der Blutkrebs-Diagnose, nach erfolgreicher Spendersuche und der Hoffnung auf Gesundung im Sommer 2007, nach der zur folgenden Jahreswende festgestellten Rückkehr der aggressiven Zellen und einer erneuten schmerzhaften Therapie war sein Körper nicht mehr in der Lage gewesen, den harten Eingriffen Paroli zu bieten. Der Tod des 36-jährigen Inhabers der in vierter Generation familiengeführten Druckerei Bender hatte weithin Betroffenheit ausgelöst. In diesen Tagen nun wird man an den lebensfrohen jungen Mann erinnert, der sich über den Beruf hinaus auch als Sportler und Kunstschmied einen Namen gemacht hatte: Regierungspräsident Dr. Lars Witteck anerkannte nämlich unlängst die Carsten-Bender-Leukämie-Stiftung mit Sitz in Wettenberg. Errichtet worden ist die Stiftung bürgerlichen Rechts von Carsten Benders Vater, dem 66-jährigen Herwig Bender. Zweck der Stiftung ist, wie im so genannten Stiftungsrecht verankert, die Förderung der medizinischen Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der akuten und chronischen Leukämien. Er soll insbesondere verwirklicht werden durch das Bereitstellen von Mitteln zur Erforschung der diagnostischen und therapeutischen Versorgung von Patienten mit Leukämien. Die Stiftung sieht sich dazu berechtigt, Geld »zur Durchführung gemeinnütziger Zwecke anderer steuerbegünstigter Körperschaften zu beschaffen, die Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der akuten und chronischen Leukämien durchführen«.

Zunächst ist die Stiftung mit einem Sockelbetrag von 10 000 Euro ausgestattet. Herwig Bender verpflichtete sich zudem, dass das Familienunternehmen auf fünf Jahre hinaus in das Stiftungskapital monatlich 1400 Euro als Zustiftung einzahlen wird.

Organe der Wettenberger Carsten-Bender-Leukämie-Stiftung sind der Vorstand mit Stifter Herwig Bender sowie das dreiköpfige Kuratorium mit unter anderem dem Juristen Joachim Aulke aus Fernwald.

Herwig Bender sagte dieser Tage im Gespräch mit der »Gießener Allgemeinen Zeitung«, dass er und seine Familie während der Leidenszeit seines Sohnes und den Monaten und Jahren danach über alle Maßen für die Problemlagen der Krebsforschung sensibilisiert worden seien. Ihm gehe es mit der Stiftung darum, einen nachhaltigen Betrag zur Förderung der Forschung und zur Unterstützung Betroffener zu etablieren. Er hoffe darauf, dass seine Initiative auf Zuspruch stoße und dass sich weitere Zustifter finden.

8 Carsten-Bender-Leukämie-Stiftung - Sitz: 35435 Wettenberg, Poststraße 2a.

Kontonummer 70 65 05 09 bei der Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 900 00)



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