15. März 2010, 16:58 Uhr

200 Musikschüler begeisterten in der Wetzlarer Stadthalle

Wetzlar (wv). Die Wetzlarer Musikschule hat bei ihrem Jahreskonzert in der Stadthalle ihrem Ruf als Aushängeschild der Stadt alle Ehre gemacht.
15. März 2010, 16:58 Uhr
Die Junior-Band unter der Leitung von Travis Meisner zählte zu den Ensembles, die in der Wetzlarer Stadthalle unterhielten. (Foto: wv)

Wetzlar (wv). Die Wetzlarer Musikschule hat bei ihrem Jahreskonzert in der Stadthalle ihrem Ruf als Aushängeschild der Stadt alle Ehre gemacht. Unter der souveränen Begleitung ihrer Lehrer präsentierten rund 200 Instrumentalisten aller Altersklassen einen musikalischen Strauß bunter Melodien. Mit einem kurzweiligen und facettenreichen Programm »vom Barock zur Moderne« konnten die Interpreten einmal mehr das hohe Niveau ihrer musikalischen Ausbildungen unter Beweis stellen. Damit begeisterten sie über 450 Besucher.

Für einen schwungvollen Auftakt sorgte das Blechbläser-Ensemble, das die barocke Komposition in einem modernen Engagement klar akzentuiert präsentierte. Johann Sebastian Bach hätte sicher seine Freude gehabt, wenn er gehört hätte, mit welcher Begeisterung die siebenköpfige Junior-Band (Leitung: Travis Meisner) musizierte.

Schulleiter Thomas Sander stellte die 20 Ensembles vor, die das rund dreistündige Programm musika-lisch gestalten sollten: »Viele unserer 39 Musikpädagogen und 1440 Schüler haben sich in Sonderproben auf dieses Konzert vorbereitet, mit dem wir Ihnen einen Einblick in den Leistungsstand unserer Einrichtung vermitteln wollen.«

Mit Musik aus Böhmen, der Klarinetten-Polka, erfreute das Holzbläser-Ensemble unter der Leitung von Travis Meisner nicht nur die Besucher, sondern auch den jungen Akteuren bereitete ihr harmonisches Spiel sichtlich Spaß. Mit dem »Allegro« aus Händels Wassermusik eröffneten die 35 Streicher und Bläser aus verschiedenen Ensembles ihre siebenteilige »musikalische Kreuzfahrt«, während der sie auch in China und Moskau Station machten. Johanna Sprang leitete souverän das spielfreudige Orchester.

Für Heiterkeit und stürmischen Applaus sorgte die achtjährige Anna Matzen mit ihrer Klarinette. Sie präsentierte sich mit Ausschnitten aus »Peter und der Wolf«. Zuvor hatte sie mit Philipp Weitz mit einem klangschönen Klarinettenduett die Besucher erfreut.

»Party-Time« war angesagt, als sich das Blockflöten-Trio mit Schwung und Elan präsentierte. Dies traf auch auf die folgenden Weisen aus Südamerika zu. Harmonisch auch das Musizieren der jungen Damen, die als Streicherensemble das »Allegro« aus Händels »Suite mit dem Marsch« vorstellten. Mit Leidenschaft, Ausdruckskraft und Feuer präsentierten gleich vier Perkussion-Ensembles ihre afroamerikanischen Rhythmen - ein filigraner Klangteppich voller Lebensfreude, der auch das Blut des Publikums in Wallung brachte.

Spanische Volklore vollendet musiziert - so präsentierte sich nicht nur das Gitarren- Erwachsenenensemble, sondern auch die zwölf Schüler aus fünf Klassen erfreuten mit ihrem bewegten und präzisen Spiel ihren Leiter Jörn Martens und die Besucher.

Saxophone und Klarinetten spielten in der Gruppe »Adults Only« einen beschwingten Dialog nach Noten. Einen Musikgenuss der besonderen Art boten Annabelle und Milanka Nasseh-Pecic (Altsaxophon und Klavier), als sie ausdrucksstark Darius Milhaud »Scaramouche« intonierten. Das Flötenduo (Mona Aylin Feier und Tabea Hedrich) sowie Felix Leidinger am Klavier glänzten mit Musik der Romantik. Für einen schwungvollen Abschluss sorgten Blasorchester, Saxophon-Solistin Leah Quiring und die »Big Band« der Musikschule mit Annete Hecht (Gesang), die ihre Swingmelodien mit bestechender Leichtigkeit und rhythmischer Prägnanz darboten - unter Leitung von Paul Pfeiffer und Martin Zörb.



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