21. August 2019, 21:47 Uhr

Blues vor Guter-Laune-Kulisse

21. August 2019, 21:47 Uhr

Die Freunde des Festivals kommen aus allen Teilen der Republik, und nicht wenige von ihnen sind längst zum Stammgast geworden. Ob der Vorfreude auf die mittlerweile 26. Auflage von »Blues, Schmus und Apfelmus« dürfte bei ihnen jedwede Trübsal wie weggeblasen sein. Denn nicht weniger als rund 30 Musikgruppen erster Güte geben sich am Wochenende in Laubach ein Stelldichein. Und dies vor der Kulisse des herrlichen Schlossparks - per se Garant für gute Laune statt Blues.

Vom morgigen Freitag bis Sonntag also kehrt der Blues zurück in die alte Residenzstadt. Und die städtische Laubacher Kultur und Bäder GmbH als Veranstalter wie auch Kuratorin Corinna Bonnekamp (»Kulturconsult«/Wettenberg) geben das Versprechen ab: »Die Besucher erwartet ein international hochkarätiges Line-Up.« Damit nicht genug: »Laubach« sei vielleicht das größte Bluesfest in Deutschland und eventuell eines der ältesten, ganz bestimmt aber das gesündeste.

Folk als Farbtupfer

Wofür vor allem die frische Luft im Schatten jahrhundertealter Bäume sowie Vitamine in fester und flüssiger Form sorgen. Letzteres hat mit der namensgebenden hessischen Nationalfrucht zu tun: »Wenn die Äpfel reifen, kommt der Blues nach Laubach«, lautet schließlich das Motto des Festivals. Und so lockt auch diesmal ein breites Angebot von Apfelkuchen und Apfelbrei bis Apfelschnaps und Apfelmost.

Um an dieser Stelle nur ein, zwei Knaller aus dem Programm zu erwähnen: Zur Eröffnung am Freitag, 23. August, ab 20.30 Uhr, tritt Phil Gates mit Band im Zirkuszelt auf. Der ganz eigene Stilmix aus Jazz, Fusion sowie Chicago-, Delta- und Mississippi-Blues begeistert immer wieder aufs Neue die Zuhörer. Und wie im Vorjahr kommt Andi Valandi wieder nach Laubach: Der Berliner singt, ebenfalls schon am Freitag und gestützt von den Punk- und Bluesriffs seiner »transnationalen Bande«, weiter fröhlich vor sich hin - von Freiheit, Utopien, verliebten Polizisten und linksversifften Hippies.

Insgesamt sind es 70 Musiker beim 26. »Blues, Schmus und Apfelmus«. Sie präsentieren eine breite Palette des Genres: von Bluesharp- oder Boogie-Woogie-Piano-Solisten über Bands, die sich weißen Blues-Rockern oder dem Rhythm & Blues Chicagos verschrieben haben, bis zu jenen, die im Stile der 1920er auf Akustikinstrumenten die Nähe der schwarzen Volksmusik zum weißen Folk und Country aufzeigen. Als Special für Laubach sind jene nicht zu vergessen, die eine musikalische »Kombi« mit Mundart pflegen. Für Hessen steht etwa Fredi Katz, »Meister der Beiläufigkeit und Klang-Zauberer«. Erwähnt seien noch die diesmal eingestreuten »Farbtupfer aus dem Folk«. Ein Beispiel ist die Gruppe »Schmackes«, deren Schwerpunkt auf jiddischer Musik und der Romakultur liegt. Fazit: Jede Menge Musik, und dazu ein buntes Rahmenprogramm, auch für die Kleinen.

Blues unterm Sternenzelt: Von Freitag an hat Laubach wieder den Blues, die Eröffnung findet traditionell im Zirkuszelt statt (oben). - Blues meets Punk: Andi Valandi (u. l.) will wie im Vorjahr das Festival aufmischen. - Für etwas ruhigere Töne werden Mundartmusiker sorgen, 2018 unterhielt etwa der Bluesharmonicatreff Wetterau seine Zuhörer (u. r.). (Fotos: pm/Archiv)

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