18. September 2019, 21:41 Uhr

Abwassergebühren steigen im neuen Jahr

18. September 2019, 21:41 Uhr
Die Entsorgung des Klärschlamms geht ins Geld. (Foto: Schepp)

Die Gießener müssen sich im neuen Jahr auf eine Erhöhung der Abwassergebühren einstellen. Dies kündigte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich am Montagabend im Hauptausschuss des Stadtparlaments an. Die Erhöhung sei angesichts hoher Investitionen im Klärwerk notwendig, erklärte Weigel-Greilich, die den Vorsitz der Betriebskommission des städtischen Eigenbetriebs Mittelhessische Wasserbetriebe (MWB) führt.

Unter anderem verursacht die Entsorgung des Klärschlamms hohe Kosten, erklärte die Grünen-Politikerin am Mittwoch auf Nachfrage. »Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit der Technischen Hochschule und den Stadtwerken an einer Alternative, die auch vom Land finanziell unterstützt wird, aber hohe Investitionen werden gleichwohl fällig«, sagte Weigel-Greilich. Auch die Phosphorelimination und weitere Verbesserungen für die Entfernung von Medikamentenrückständen im Abwasser erforderten Investitionen.

Bereits im vergangenen Jahr war die Abwassergrundgebühr erhöht worden, jetzt geht es um die mengenabhängige Verbrauchsgebühr. Die beträgt in Gießen momentan 1,79 Euro pro Kubikmeter Frischwasser, das die Haushalte als Schmutzwasser verlässt. Der Umfang der geplanten Erhöhung ist bisher noch nicht bekannt, für die November-Sitzung hat Weigel-Greilich eine Vorlage ans Stadtparlament angekündigt.

Der Hauptausschuss hatte am Montagabend den Jahresabschluss 2018 und den Wirschaftsplan 2020 der MWB beraten und beschlossen. Das vergangene Jahr schloss der Eigenbetrieb zwar mit einem Gewinn in Höhe von knapp 290 000 ab, aber im Jahr zuvor waren es noch 2,8 Millionen. Auch den Rückgang begründete Weigel-Greilich mit den hohen Entsorgungskosten beim Klärschlamm, zudem sei durch die Entsiegelung der früheren Militärareale das aus der Grundstücksentwässerung resultierende Gebührenvolumen gesunken. »Eigentlich ist das ja eine erfreuliche Entwicklung«, sagte die Stadträtin.

Eine Ausschüttung der MWB an den Haushalt der Stadt wird es diesmal nicht geben; die knapp 290 000 Euro werden komplett der Rücklage zugeführt. Der Stadtverordnete Michael Janitzki kritisierte, dass der Magistrat bzw. die Betriebskommission angesichts der absehbaren Investitionen zu wenig vorausschauend gehandelt hätten. »Von den 2,8 Millionen wurden 1,8 als Gewinnausschüttung verwendet. Die hätte man besser als Polster verwendet«, erklärte der Vertreter der Linksfraktion.

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