22. Dezember 2017, 19:51 Uhr

Als Menschen für Menschen da sein

22. Dezember 2017, 19:51 Uhr
Volker Jung: »Wir merken jeden Tag, wie verletztlich Leben ist.« (Foto: pm)

Das Weihnachtsfest richtet den Blick auf ein neugeborenes Kind: Jesus in der Krippe. In jedem Kind begegnen wir dem Wunder des Lebens. Niemand hat sein Leben aus sich selbst. Das Leben ist ein großes Geschenk. Und so ist es unendlich wertvoll. Das gilt für das Leben jedes einzelnen Menschen. Zugleich ist das Leben immer bedroht.

Auch das zeigt der Blick in die Krippe im Stall in Bethlehem. Der Stall bietet nur dürftigen Schutz. Es ist kein wirkliches Zuhause. Das Kind und sein Leben geraten bald in Gefahr.

Auch wir merken jeden Tag, wie verletzlich Leben ist. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass in unserem Land seit so vielen Jahren Frieden herrscht. Viele Menschen in dieser Welt erleben täglich, wie Gewalt, Terror und Krieg das Leben bedrohen. Auch bei uns ist manche Gefahr spürbar. Wie sehr das Leben bedroht ist, erfahren viele persönlich durch Unfälle, Krankheiten und in Lebenskrisen.

Es war kein Bett frei in der Stadt. So erzählt es die Weihnachtsgeschichte. Sie sagt damit: Jeder Mensch ist darauf angewiesen, einen guten, sicheren Platz in dieser Welt zu finden. Auch das kann kein Mensch allein aus eigener Kraft. Das Kind braucht ein Dach über dem Kopf. Es braucht Eltern, die für das Kind sorgen. Und später, wenn ein Mensch größer wird, braucht es wieder andere Menschen. Menschen, die beschützen, begleiten, beraten, lehren, unterstützen, trösten, heilen, helfen und vieles mehr.

Das Leben neu gestalten

Das Kind in der Krippe wird später mit seinem Leben noch deutlicher machen: Menschen leben davon, dass sie als Menschen füreinander da sind. Es ist geradezu der Sinn des Lebens, Leben miteinander zu teilen und zu leben. Im tiefsten Innern leben Menschen von der Liebe, die ihnen geschenkt wird und die sie anderen schenken.

Es lohnt sich sehr darüber nachzudenken, was das in einer Welt bedeutet, die sich immer mehr Möglichkeiten erschließt. Die beispielsweise dabei ist, das Leben technisch neu zu gestalten und zu verbessern. Mit digitaler Elektronik wird die Kommunikation einfacher, es werden aber auch die Überwachungsmöglichkeiten leichter. Computersysteme können vieles besser, was bisher Menschen machten. Da gibt es sicher viele Chancen. Und eine Menge Fragen – etwa nach der Verantwortung von selbstständigen Systemen und den Arbeitsplätzen, die überflüssig werden. Was nützt alles, wenn dabei verlorengeht, was es ausmacht, Mensch zu sein? Ohne die Liebe ist alles nichts. Das ist eine der entscheidenden biblischen Einsichten.

Das Leben und die Botschaft des Christuskindes stehen für diese Wahrheit. Es weist damit zugleich über alle menschliche Liebe hinaus. Mit seiner Geburt und seinem Leben ist die Botschaft in der Welt: Gott schenkt Leben und Gott hat sich mit dem Leben verbunden. Ihr seid in allem umfangen und getragen von Gottes Liebe. Das ist das Geheimnis der Heiligen Nacht und des Lebens. Deshalb sagt der Engel mitten in der dunklen Nacht die wunderbaren Worte: »Fürchtet euch nicht!«

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