19. Februar 2015, 17:43 Uhr

Am 1. März Benefizkonzert für Kinder mit Diabetes mellitus

Ein Benefizkonzert mit Walzer- und Operettenmelodien findet am Sonntag, 1. März, um 17 Uhr im Hermann-Levi-Saal des Rathauses statt. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Es werden jedoch Spenden zugunsten von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus erbeten.
19. Februar 2015, 17:43 Uhr
Auch sie sind beim Benefizkonzert mit von der Partie: Pianist Wolfgang Wels und Sänger Tomi Wendt (r.). (Foto Archiv/gl)

Mit den eingenommenen Spendengeldern will der Landesverband Hessen des Deutschen Diabetikerbundes die Arbeit des Expertenteams der Kinder- und Jugenddiabetologie an der Gießener Universität unterstützen.

Jährlich erkranken in Deutschland 4000 Kinder und Jugendliche an Diabetes mellitus. Die Neuerkrankungsrate steigt jedes Jahr um vier Prozent. »Für die Angehörigen kommt das wie der Blitz aus heiterem Himmel«, erläutert Prof. Stefan Wudy, Leiter der Kinder- und Jugenddiabetologie am Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Gießen. Etwa 300 zuckerkranke Kinder werden an seinem Institut betreut, das Jüngste gerade einmal ein Jahr alt. Drei- bis viermal am Tag müssen diese Kinder Insulin gespritzt bekommen, und zusätzlich mehrmals täglich mit einem Pieks den Blutzucker messen. »Die Familien sind oftmals am Rande ihrer Belastungsgrenze«, weiß Wudy. Und zugleich gehörten die jungen Zuckerkranken zu den am stärksten benachteiligten Patientengruppen. Die zur Verfügung gestellten Mittel seien alles andere als genügend, »um Kinder und Jugendliche mit Diabetes ausreichend medizinisch zu versorgen, adäquaten wissenschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen und die Betroffenen und ihre Familien ausreichend zu unterstützen, damit die gesellschaftlich integriert werden können«. So müssten Eltern beispielsweise enorme bürokratische Hürden überwinden, bevor einem erkrankten Kind ein Gerät zum kontinuierlichen Messverfahren bewilligt wird, ergänzt Prof. Hermann von Lilienfeld-Toal, der hessische Landesvorsitzende des Deutschen Diabetikerbundes.

Wudy will mehr Aufmerksamkeit für die erkrankten Kinder und Jugendlichen schaffen und stieß mit seiner Idee für ein Benefizkonzert bei seinem Nachbarn Jiri Burian, Konzertmeister am hiesigen Stadttheater, auf großes Entgegenkommen. Bürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz übernimmt die Schirmherrschaft und tritt als Flötistin gemeinsam mit Geiger Wudy auf. Auch aus den Reihen des Stadttheaters wurden zahlreiche Musiker gefunden, die ohne Gage für den guten Zweck mitwirken. So werden Sopranistin Naroa Intxausti und Bariton Tomi Wendt Operettenmelodien singen, von Wolfgang Wels am Klavier begleitet. Schauspieler Rainer Domke wird eine Geschichte aus »Als ich noch ein Waldbauernbub war« von Peter Rosegger lesen. Alls Instrumentalisten wirken Jiri Burian (Geige), Attila Hündöl (Violoncello), Carol Brown (Flöte), Gottfried Köll (Oboe), Heiko Hoffmann (Kontrabass), Burkhard Wissemann (Schlagzeug) und Elisabeth Mergner, Fagottistin aus München. Wienerlieder, Musik aus der »Fledermaus«, »Die lustige Witwe« oder Paul Linkes »Berliner Luft« werden an diesem Nachmittag für den guten Zweck gespielt und gesungen. gl

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