09. April 2018, 22:14 Uhr

Ambulanz und Ausbildung im Aufwind

09. April 2018, 22:14 Uhr
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Aus der Redaktion

Gießen (pm). Das Institut für Psychoanalyse Gießen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Besonders die Ambulanz habe sich als stabiler und wesentlicher Bestandteil des Institutes bewährt, teilten Bernd Keuerleber (Vorsitzender) und Thomas Pehl (Geschäftsführer) mit. Mit Erstgesprächen, Vermittlung in Psychotherapie sowie einem neuen Ausbildung trage man in beträchtlichem Umfang zur psychosozialen Versorgung der Stadt bei. Zudem trägt die Einrichtung seit diesem Monat einen neuen Namen: Horst-Eberhard-Richter-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ambulanz sind die fest angestellten Ärzte in Facharztweiterbildungen und ebenso fest angestellte Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA). Die Ambulanzleiterin, Anne Jessen-Klingenberg habe durch ihre stetige und innovative Arbeit wesentlich zur positiven Bilanz der Ambulanz beitragen, hieß es in der Mitteilung des Instituts.

Seit dem vergangenen Jahr hat das Institut in der Ludwigstraße 73 ein neues Ausbildungangebot zum Thema Psychotherapie bei Psychosen. An der Ausbildung können nicht nur Ärzte und Psychologen teilnehmen, sowie auch Klinikfachpersonal.

Therapie für Flüchtlinge verbessern

Auch die Ausbildung für die Psychotherapie für Kinder und Jugendliche soll bald im Gießener Institut möglich sein. Daran habe eine Initiativgruppe gearbeitet. Nach wie vor wünsche man sich mehr Kandidaten für die psychoanalytische Ausbildung. Hierfür werbe man auch durch öffentliche Informationen, Studentenpraktika und Vorlesungsreihen an den Universitäten Gießen und Marburg geworben. Dazu gehöre auch die Filmreihe im lokalen Kino. Dabei werden Filme aus psychoanalytischer Sicht kommentiert und im Kinosaal diskutiert

Mitglieder des Institutes seien zudem daran beteiligt, die psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen zu verbessern. Eine breite Initiative von klinisch und beraterisch tätigen Personen in Gießen treffe sich auch in der Ludwigstraße. Durch ihre Arbeit sei ein Versorgungszentrum für Flüchtlinge mit drei festen Stellen eingerichtet und ein Trägerverein neu gegründet worden.

In diesem Jahr hat sich das Institut für Psychoanalyse Gießen zudem in »Horst-Eberhard-Richter-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen« umbenannt. Zusammen mit der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung vergab das Institut 2017 außerdem erstmals den Horst-Eberhard-Richter-Forschungspreis.

Dass der Gießener Arzt und Psychoanalytiker Heinrich Schimpf zugleich Mitglied im Horst-Eberhard-Richter-Institut ist und dem AfD-Stadtvorstand angehört, hat für großen Wirbel gesorgt. Dazu gibt es am 17. April eine außerordentliche Mitgliederversammlung.



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