11. März 2018, 21:19 Uhr

Aus den Schulen

11. März 2018, 21:19 Uhr
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Aus der Redaktion
J. Henkelmann

Julius Henkelmann bei Landesentscheid – Julius Henkelmann von der Ricarda-Huch-Schule erhielt für seine Untersuchungen zur chemischen Wasserqualität der Lahn im Regionalwettbewerb »Jugend forscht« den ersten Platz im Fach Chemie und zugleich die Möglichkeit, seine Ergebnisse im Landeswettbewerb am 9. und 10. April in Darmstadt zu präsentieren. Der 16-Jährige erinnert sich noch gut, wie aus seinen Beobachtungen Anfang letzten Jahres ein Jugend-forscht-Projekt wurde: »Ich überquere jeden Tag auf meinem Schulweg die Lahn in Gießen und beobachte dabei häufig, dass das Wasser trüb und schaumig ist.« Seine Idee war es, die Wasserqualität im Verlauf der Lahn von der Quelle in Lahnhof im Rothaargebirge bis nach Gießen zu untersuchen. An acht verschiedenen Stationen hat er 2017 im Flussverlauf mehrmals Wasserproben gezogen und diese unter anderem auf Nährstoffgehalte und pH-Wert hin untersucht. »Die Wasserqualität der Quelle ist top, aber dann wird die Qualität tatsächlich zunehmend bis Gießen hin immer schlechter. So nehmen die Konzentrationen an Nitrat sowie der pH-Wert stetig zu« Sein Projektbetreuer Dr. habil. Harald Kosegarten freut sich besonders über diese Auszeichnung, mit der das hohe Engagement des Schülers belohnt wird. Es sei notwendig, gerade für derartige ökologische Projekte in der Öffentlichkeit zu werben. Die Beurteilung des Wasserzustandes eines Gewässers sei Grundlage für die Erhaltung der Artenvielfalt und damit der Ökosysteme. Der Betreuer sieht in den Forschungsarbeiten des Schülers ein schönes Beispiel dafür wie aus einem zunächst chemisch geprägten Thema ein fächerübergreifendes Projekt zwischen Chemie und Biologie wird. (Foto: pm)

Besuch aus Netanya an RHS – Eine Delegation der Eldad Highschool aus der Gießener Partnerstadt Netanya war soeben zu Gast an der Ricarda-Huch-Schule. Bei einem Workshop im Rahmen des Schüleraustauschs standen die Themen Marketing, Personalmanagement und Nahrungsmittel im Mittelpunkt. Minas Adis, Philipp Kübler und Max Leitzgen von »GutBurgerlich« arbeiteten mit den deutschen und israelischen Schülern und erläuterten, wie sie die drei Säulen der Nachhaltigkeit (soziale, ökologische und ökonomische) in der Praxis umzusetzen versuchen. Sie schafften es, den Zuhörern schwierige Sachverhalte aus dem Leben eines Selbstständigen locker und entspannt beizubringen. An Beispielen wie »Was ist ein faires Gehalt?« oder »Wie kommuniziere ich mit meinen Kunden auf Augenhöhe in sozialen Netzwerken?« und »Wie reduziere ich Abfall, der in der Produktion als auch während des Essens entsteht?« begeisterten die jungen Unternehmer die Schüler für ihre Themen. Nach zwei weiteren Workshops im Wißmarer Forst und dem Holztechnik-Museum zu Themen der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit überzeugten sich die Schüler selbst von der Qualität der Produkte im »GutBurgerlich« und genossen die entspannte Atmosphäre. Restaurantchef Adis war beeindruckt »vom Enthusiasmus der Schüler und dem Engagement der Lehrer«.



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