22. September 2019, 20:38 Uhr

»Der Klimawandel ist schneller«

22. September 2019, 20:38 Uhr
EGB
Das Paul-Simpson-Project lieferte musikalische Botschaften. (Foto: egb)

»Du bist für deine Überzeugungen aufgestanden«, so heißt es in einer Liedzeile im Song »Still be there« des Paul Simpson Projects. Das Duo sorgte am Samstag für die musikalische Untermalung einer Kundgebung, zu der die Initiativen Parents und People for Future eingeladen hatten. Für die eigenen Überzeugungen aufstehen - das tun gerade Millionen Menschen auf der ganzen Welt, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.

Satu Heiland von Parents for Future begrüßte die Anwesenden auf dem Kirchenplatz und betonte die Wichtigkeit all dieser Demonstrationen, die es sich zum Ziel gemacht haben, ein Umdenken zu erwirken. Leider habe die Bundesregierung mit ihrer Vorlage des Klimapakets vergangenen Freitag gezeigt, dass sie nichts dazugelernt habe. »Die geplanten Maßnahmen sind absolut nicht ausreichend, setzen Impulse in die falsche Richtung und sind außerdem noch viel zu langsam - der Klimawandel ist schneller«, sagte Heiland. So setze die Bundesregierung weder auf ein Ende des Verbrennungsmotors noch auf einen schnelleren Ausbau der Windkraft an Land, obwohl dies für die Energiewende dringend nötig sei. Verantwortungsvolles Regieren bedeute, den Menschen die volle Wahrheit über den Zustand des Planeten nicht vorzuenthalten. Dies griff auch Julius Debus, Schüler der Liebigschule und Teil der Fridays for Future-Bewegung auf. Er sagte, dass jeder Einzelne zum Nachdenken angeregt werden müsse und die Schule als Institution dabei eine wichtige Rolle spiele. Allerdings würden in der Schule keine unangenehmen Fakten und Fragen angesprochen, was sich ändern müsse.

Anette Sander von Parents for Future merkte an, dass der Begriff Normalität nicht gesetzt sei, mit ein bisschen Fantasie könne man eine andere Normalität erwirken - ohne vollgestopfte Straßen in der Innenstadt. Sie rief dazu auf, Visionen und Ideen für ein lebendiges Gießen »mit einer anderen Normalität« vor Ort auf einem Banner schriftlich festzuhalten.

Jochen Mietusch und Wolf Schreiber waren für »Extinction Rebellion« gekommen. Die soziale Bewegung ruft zu friedlicher Rebellion durch gewaltfreien Protest auf. Die Antwort auf die negativen Entwicklungen läge in klimaneutralem Konsum und eine weitestgehenden Unterstützung der technischen Revolution, hin zur nachhaltigen Nutzung der Sonnenenergie, sagte Mietusch. Die einstündige Kundgebung, an der achtzig bis hundert Menschen teilnahmen, verlief völlig friedlich, es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Die Organisatoren sorgten mit selbstgebackenen Butterschnitten fürs leibliche Wohl, und viele kamen der Aufforderung nach, Ideen auf einem Banner festzuhalten.

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