11. Oktober 2018, 21:51 Uhr

Der beste Klavierlehrer aller Zeiten

11. Oktober 2018, 21:51 Uhr
Theodor Leschetizky (1830 bis 1915) in einer historischen Aufnahme.

Die Deutsche Leschetizky-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Theodor Leschetizky (1830 bis 1915) und seine Werke auch in Deutschland bekannter zu machen. Dazu begründete sie eine eigene Buchreihe und die kritische Neuausgabe seiner Kompositionen. An diesem Samstag, 13. Oktober, lädt die Gesellschaft zu einem Konzert in das Musikhaus Schönau ein, in dem unter anderem Kompositionen des Klavierpädagogen erklingen werden. Es spielt Wigbert Traxler. Der Eintritt kostet 12, ermäßigt sechs Euro und ist für Mitglieder der Leschetizky-Gesellschaft frei. Beginn ist um 15.30 Uhr.

Doch was verbindet den polnisch-österreichischen Pianisten, Komponisten und Musikpädagogen Theodor Leschetizky mit Gießen? Ganz einfach: Hier hat seit ihrer Gründung im Jahr 2010 die Leschetizky-Gesellschaft ihren Sitz. Vorsitzender ist der Gießener Klavierlehrer Burkhard Muth, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik und das Wirken des Brahms-Freundes bekannter zu machen. »80 Prozent aller Spuren in der Klavierpädagogik führen zurück auf Liszt und Leschetizky«, hat er herausgefunden. Insgesamt sind 85 Stücke – von Klavierkompositionen über Lieder bis zur komischen Oper »Die erste Falte« – von Leschetizky bekannt. Muth und die Gesellschaft wollen sie alle herausgeben und haben bereits in Gaggenau mit der Karlsruher Salonoper »Die erste Falte« auf die Bühne gebracht.

Dass seit den 1980er Jahren Leschetizky wieder mehr in das Bewusstsein der Musikliebhaber gerückt ist und schon zwölf CDs mit seiner Musik erscheinen sind, freut den Klavierpädagogen sehr. Schließlich hat er 2003 in einem Buch eine erste Bestandsaufnahme verfasst.

Die von Burkhard Muth angeführte Leschetizky-Gesellschaft ist international aufgestellt. Die 30 Mitglieder aus China, Australien und Deutschland treffen sich regelmäßig. 2015 wurde gemeinsam der 100. Geburtstag Leschetizkys in dessen Lieblingsort Bad Ischl gefeiert, 2019 wird man dort wieder zum Weltkongress zusammenkommen. »Leschetizky war der bedeutendste Klavierlehrer«, schwärmt Muth und nennt die Zahl von 1100 Schülern, wohingegen dessen Zeitgenosse Frank Liszt nur 450 gehabt habe. Kontakt zu Burkhard Muth aufnehmen kann man auf www.leschetizky.de.

Beim Konzert am Samstag im Musikhaus Schönau wird Wigbert Traxler unter dem Konzertmotto »Hommage en Italie« von Leschetizky die »Souvenirs d’Italie«, op. 39 spielen. Es erklingen aber auch »Sechs Stücke für Klavier« von Ottorino Respighi, ein Auszug aus »Sieben Elegien« von Franco Busoni sowie »Années de pélérinage« und Supplement von Franz Liszt. Wigbert Traxler ist ehemaliger Schüler der Herderschule. Er studierte Instrumentalpädagogik und Künstlerisches Klavierspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Dort ist er heute selbst Lehrbeauftragter. (Foto: Leschetizky-Gesellschaft)

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