13. August 2010, 21:06 Uhr

»Dunkle Gestalten« werden beim TNS streng aussortiert

Gießen (jri). Die Polizei will ab sofort strenger auf die Sicherheit beim Tuesday Night Skating (TNS) in Gießen achten und Rollschuhfahrer ohne Licht und reflektierende Kleidung ab sofort nach Einbruch der Dämmerung von der gemeinsamen Fahrt über die öffentlichen Straßen ausschließen.
13. August 2010, 21:06 Uhr
Licht ist ab sofort Pflicht beim Tuesday Night Skating. (Foto: Schepp)

Diese Konsequenz ist neu beim TNS, denn zuvor waren dort stets nur Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen worden, aber keine »Sanktionen« gegenüber Teilnehmern verhängt worden, die sich nicht an diese Empfehlungen hielten.

»Die Polizei hat im Prinzip Recht. Da es jetzt wieder früher dunkel wird, werden einige Mitfahrer, vor allem solche in dunklen T-Shirts oder Hosen, kaum noch gesehen. Sogar die Autos vom Technischen Hilfswerk und vom Roten Kreuz, die am Ende des Feldes fahren, können die vor ihnen rollenden Menschen fast nicht mehr erkennen«, sagt TNS Organisationchef Udo Burger. Dunkel müsse irgendwie eine Modefarbe in dieser Saison sein, hat Burger beobachtet, »denn früher haben mehr Skater zumindest weiße T-Shirts oder Hosen getragen«, mit denen sie besser gesehen worden seien.

Auch die Bereitschaft, sich mit einem Helm zu schützen, habe spürbar abgenommen. »Wenn es 15 bis 20 Prozent der Teilnehmer sins, die einen Helm auf haben, dann ist das viel«, bedauert Burger. An den Kosten für einen Helm könne das nicht liegen, es gebe auf dem Markt bereits Modelle für zehn Euro.

Um zumindest dem »Nicht-gesehen-werden« entgegenzuwirken, haben die Organisatoren schon in den letzten Wochen jeweils in der Pause des TNS Knicklichter - Leuchtstäbe mit Chemolumineszenz - verkauft, zum Preis von 20 Cent pro Stück. Etwa 25 von 300 Skatern nutzten am vergangenen Dienstag dieses Angebot.

Das war der Polizei aber offenbar zu wenig, so dass sie nun strenger gegen »dunkle Gestalten« im Fahrerfeld vorgehen will.

Aufgrund der Ankündigung der Polizei haben die Organisatoren am kommenden Dienstag ab 20 Uhr eine spezielle neue Route festgelegt. Diese Route soll zunächst vom Schiffenberger Weg in das Sandfeld führen und danach zurück zum Ausgangspunkt auf den Parkplatz von Intersport Begro im Schiffenberger Weg, wo gegen 21 Uhr die Pause statfindet. Dort können Skater ohne Licht und Reflektoren »ausgemustert« werden. Anschließend machen sich die übrig geblieben, vorschriftsmäßig beleuchteten Skater noch auf die Fahrt ins Gewerbegebiet West.

»Licht und reflektierende Kleidung ist ab sofort ein Muss für alle, die mitfahren wollen«, sagt Burger.

Auch über eine Helmpflicht denkt man bei den Organisatoren nach. Am vergangenen Dienstag gab es zwei Stürze beim TNS, die jedoch nicht mit fehlender Beleuchtung oder fehlendem Helm zusammenhingen. Ein Teilnehmer musste mit starken Beckenschmerzen ins Krankenhaus gebracht werden.

Auf eine Helmpflicht wurde bisher beim TNS verzichtet, um die Teilnehmerzahlen nicht über diese Form der »Maßregelung« zu reduzieren. Doch eine Massenveranstaltung wie Anfang der 2000-er Jahre, als bis zu 2000 Menschen daran teilnahmen, ist das Tuesday Night Skating schon länger nicht mehr. Der Teilnehmer-Schnitt hat sich zwischen 200 und 300 Menschen eingependelt. Dies könnte daran liegen, dass die Strecken anspruchsvoller geworden sind. Während es in der Anfangszeit des TNS nur flach über den innenren Anlagenring ging, werden nun auf Fahrten nach Kleinlinden oder in die Grünberger Straße mehr Steigungs- und Gefällstrecken gefahren, für die eine gute Bremstechnik unverzichtbar ist. Unsichere Fahrerinnen und Fahrer können deshalb ebenfalls »aus dem Rennen« genommen werden, wenn sie Ordnern auffallen.

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