26. Oktober 2018, 22:12 Uhr

Ein gelungener Neustart

26. Oktober 2018, 22:12 Uhr
Von Kindern gern genutzt wurde beim Re-Opening die Seilrutsche, die die Feuerwehr Gießen vom Dach des Kletterzentrums installiert hatte.

Großer Andrang herrschte im DAV Kletter- und Boulderzentrum in der Rödgener Straße: Über 300 Mitglieder und Gäste feierten mit der Sektion den Neustart ihrer attraktiven Sportstätte, die in den letzten Monaten völlig neu aufgestellt worden ist, vor allem durch Betriebsleiterin Maren Becker und ihr großes Team aus Kletterbetreuern, Thekenkräften und Organisationshelfern.

Den Weg von der Mitgliederentscheidung 2007 zum Bau über die Fertigstellung der Halle im Sommer 2016, die bedrohliche Finanznot durch die zu schwache Auslastung bis zum Neubeginn nach dem Vorstandswechsel skizzierte Schatzmeisterin Gabi Nicolai als Vertreterin des Vorstands zu Beginn des Re-Openings. Was sich alles vor und nach ihrer Einstellung verändert hat, beschrieb Maren Becker, die sich über stetig steigende Besucherzahlen freut.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz dankte allen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz zur Rettung der Sektion beigetragen haben. Sie äußerte sich optimistisch, dass die Kletterhalle in der Sport- und Studentenstadt Gießen nun die ihr gebührende Anerkennung findet und stark nachgefragt wird. Sportkreis-Vorsitzender Prof. Heinz Zielinski zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, dass es mit der Kletterhalle weiter aufwärtsgeht. Die ungünstige Entwicklung in den letzten zwei Jahren habe er mit großer Sorge verfolgt, bekannte der Lindener. Auch Burgi Beste, die Leistungssport-Referentin des Deutschen Alpenvereins, äußerte sich erleichtert über den Umschwung in den letzten Monaten, zu dem auch der Dachverband mit finanzieller Hilfe beigetragen hatte.

Stark gefragt war nach dem offiziellen Teil vor allem das Schnupperklettern. An die 100 Neugierige mögen es gewesen sein, die sich im Laufe des Nachmittags mit Sicherung durch die Kletterbetreuer der Sektion an leichten oder mittelschweren Routen versuchten. Viele Kinder nutzten außerdem die Seilrutsche vom Hallendach, die von der SEG Spezielle Rettung der Feuerwehr Gießen installiert worden war, sowie die Hüpfburg neben der Terrasse. Informationsstände und Workshops gab es zu den Themen Reparatur von Kletterschuhen, Karabinerkunde, Acro-Yoga, Abenteuerreisen, Aufwärmtraining, Kletterer-Yoga und menschlicher Kletterbaum. Mit Verkaufsständen waren der Heuchelheimer Outdoor-Shop Tapir und das Gießener Yoga-Studio OM Blume des Lebens vertreten.

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