25. Mai 2011, 22:05 Uhr

Evangelisches Krankenhaus wird erweitert

Gießen (si). Das Evangelische Krankenhaus in der Paul-Zipp-Straße soll weiter ausgebaut und modernisiert werden. Noch in diesem Jahr wird die neue Intensivstation in Betrieb genommen, größere Umbauarbeiten stehen außerdem im Erdgeschoss des Zentralgebäudes an.
25. Mai 2011, 22:05 Uhr
In diesem Anbau kommen die neue Intensivstation und Teile der Funktionsdiagnostik unter. (Foto: Schepp)

Und spätestens 2013 soll die Erweiterung für die Aufnahme der Pneumologischen Klinik Waldhof Elgershausen beginnen, die jetzt noch im Lahn-Dill-Kreis sitzt und nach einer Entscheidung der gemeinsamen Muttergesellschaft - der gemeinnützigen Agaplesion AG - nach Gießen übersiedelt. Außerdem plant das »EV« bis zum übernächsten Jahr ein neues Hospiz zur Sterbegleitung. Für die Maßnahmen seien bis 2017/18 Investitionen von über 30 Millionen Euro vorgesehen, sagten am Mittwoch Jörg Marx und Prof. Karl-Heinz Muhrer, Geschäftsführer der »Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen gemeinnützige GmbH«, so die offizielle Bezeichnung der Klinik.

Im vergangenen Jahr habe sich das Haus sehr gut weiterentwickelt, betonten die beiden vor Journalisten. Demnach sind fast 10 000 Patienten stationär behandelt worden, im Jahresvergleich ein Plus von knapp sechs Prozent. Die Zahl der ambulanten Behandlungen erhöhte sich um 12 Prozent auf 25 500. Beschäftigt waren 271 Mitarbeiter (plus drei Prozent), der Umsatz stiegt auf fast 31 Millionen Euro (plus 13,3 Prozent). Erwirtschaftet wurde ein Gewinn, den die Geschäftsführer nicht näher bezifferten. Sie betonten allerdings, dass er - anders als bei einer rein profitorientierten Aktiengesellschaft - nicht an Aktionäre ausgeschüttet, sondern wieder gemeinnützigen Zwecken zugeführt werde.

Der Anbau für die neue Intensivstation ist schon teilweise bezogen, nun sollen noch die alten intensivmedizinischen Räume renoviert und ungebaut werden. Künftig stehen neun Intensivbetten zur Verfügung, von denen zwei für Intermediate Care (Intensivüberwachungspflege) genutzt werden können.

Im Erdgeschoss will das Haus den Patientenempfang und die Aufnahme neu strukturieren. Damit sollen Wartezeiten verkürzt und mehr Platz für die Notaufnahme und den Diagnostikbereich der Endoskopie geschaffen schaffen. Die Arbeiten hierfür beginnen voraussichtlich im Herbst.

Zur Aufnahme der Klinik Waldhof werden der West- und der Südtrakt aufgestockt. Allein im ersten Bauabschnitt rechnet das EV mit Investitionen von bis zu 15 Millionen Euro. Mit den 95 Betten der Lungenklinik wird sich das »Evangelische« um rund ein Drittel vergrößern. Bislang hat es 180 Planbetten, tatsächlich aufgestellt waren zuletzt 220.

Das Sterbehospiz soll im jetzigen Verwaltungsgebäude entstehen, vorgesehen sind elf Zimmer (auch Betten für Angehörige). Die Verwaltung wird dann neue Räume in einem Anbau erhalten.



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