13. November 2019, 21:43 Uhr

Institution bei Heyligenstaedt

Geschäftsführer Knöß wird heute 80 Jahre alt

13. November 2019, 21:43 Uhr

Als er am 1. April 1955 eine Lehre bei der Firma Heyligenstaedt begann, hätte der damals 15-Jährige nicht zu träumen gewagt, dass er einst auf dem Chefsessel der großen Maschinenbaufirma Platz nehmen würde. Am heutigen Donnerstag feiert Gerhold Knöß seinen 80. Geburtstag. Und auf dem Chefsessel sitzt der gelernte Industriekaufmann, der außerdem eine Ausbildung zum Maschinenschlosser und zum Techniker absolviert hat, seit nunmehr über 23 Jahren. »Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um sich einer solchen Sache zu verschreiben«, hat der Mann aus dem Grünberger Stadtteil Queckborn einst über sich selbst gesagt. Tatsächlich ist der Mann, in dessen Alter die meisten anderen Menschen schon seit vielen Jahren den Ruhestand genießen, nach wie vor sechsmal die Woche in dem Betrieb im Gießener Südviertel anzutreffen.

Augenmaß und Weitblick

»Wenn man sich über 60 Jahre für eine Firma engagiert hat, dann treten andere Dinge in den Hintergrund«, sagt der Mann, der sich in seiner Freizeit die Spiele heimischer Handballclubs anschaut - und auf diesem Sektor auch als Förderer in Erscheinung tritt. Das Wort »verrückt«, das er mit einem Augenzwinkern für seine Selbstbeschreibung verwendet, taucht in den Beurteilungen von Wegbegleitern und Mitarbeitern übrigens nicht auf. Von denen wird er als gradliniger Vorgesetzter beschrieben, der mit einem »phänomenalen Gedächtnis« ausgestattet ist. Und als jemand, der die Gabe besitzt, auch in schwierigen Zeiten kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Unter Beweis gestellt hat Knöß diese Eigenschaft unter anderem Mitte der 90er Jahre, als er das insolvente Maschinenbauunternehmen übernahm und es wieder in die Erfolgsspur führte. »Ohne Gerhold Knöß gäbe es Heyligenstaedt heute nicht mehr«, sagen Kenner der Branche.

Knöß hat es stets geschafft, Entscheidungen mit Augenmaß und Weitblick zu treffen und dabei die eigene Person nicht in den Vordergrund zu stellen. Eine Herzensangelegenheit ist ihm dabei stets die Ausbildung des Nachwuchses im eigenen Haus gewesen. Und auch für die Zeit danach hat er vorgesorgt. Mittlerweile gibt es mit Michael Lauer und Josef Preis zwei weitere Geschäftsführer. Ans Aufhören denkt Gerhold Knöß aber auch mit 80 nicht. Schließlich feiert er am 1. April 2020 sein 65-jähriges Firmenjubiläum. (Foto: Schepp)

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