21. November 2017, 21:23 Uhr

Herausragende Diagnostik

21. November 2017, 21:23 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) verleiht in diesem Jahr ihren Röntgenpreis an die Münchner Radiologin Dr. Daniela Münzel. Der Röntgenpreis wird am kommenden Freitag (24. November) ab 10.30 Uhr im Rahmen des Akademischen Festakts der JLU für hervorragende Arbeiten zur strahlenphysikalischen und strahlenbiologischen Grundlagenforschung verliehen. Er ist nach dem Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen benannt, der 1879 bis 1888 als Professor in Gießen tätig war. In erster Linie sollen Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ausgezeichnet werden. Gestiftet wird der mit 15 000 Euro dotierte Preis hälftig von Pfeiffer Vacuum und der Dr.-Erich-Pfeiffer-Stiftung sowie von der Ludwig-Schunk-Stiftung.

Die diesjährige Preisträgerin Daniela Münzel ist Funktionsoberärztin am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie am Klinikum rechts der Isar der TU München und Research Fellow am Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston. Die 35-Jährige erhält die Auszeichnung für herausragende Beiträge auf dem Gebiet der klinischen Röntgendiagnostik. Hervorzuheben sind ihr theoretisches und praktisches Wissen in allen Bereichen der Radiologie. Das wissenschaftliche Engagement der Röntgenpreisträgerin umspannt eine große Bandbreite: Von Arbeiten zur CT(Computertomografie)-basierten Angiografie über die Weiterentwicklung der CT zur Verbesserung der Bildqualität bis hin zur Reduktion der Strahlendosis. In ihrer forschungsintensiven Zeit an der Harvard Medical School in Boston legte sie den Schwerpunkt auf die Erforschung des klinischen Potenzials von Dual-Energy CT und spektraler CT mit photonenzählenden Detektoren.

Die Uni Gießen gibt den Röntgen-Preisträgern traditionell die Gelegenheit, ihr Forschungsgebiet im Rahmen einer öffentlichen Vortragsveranstaltung am Vorabend des Akademischen Festakts vorzustellen. Der Röntgen-Vortrag mit dem Titel »Spektrale Röntgenbildgebung für eine bessere klinische Diagnostik« findet statt am Donnerstag, 23. November, um 18 Uhr im Hörsaal II, Hörsaalgebäude der Physik, Heinrich-Buff-Ring 14.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos