23. August 2019, 21:47 Uhr

Hessens erste Street-Art-Ausstellung

23. August 2019, 21:47 Uhr

Studierende, ältere Menschen, junge Besucher, Berufstätige - das Oberhessische Museum will mit seinem neuen Programm breite Publikumsschichten ansprechen. Wie genau, das stellten Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz der Presse vor und präsentierten das neue Programmheft, das deutlich umfangreicher als sein Vorgänger ausfällt. Hier finden sich praktische Informationen, Ankündigungen der zahlreichen Workshops und Hinweise auf die geplanten Sonderausstellungen.

»River Tales« erobern das Museum

Und die warten gleich mit einem Knaller auf. Am 12. September wird das heimische Trio 3Steps im Oberhessischen Museum die Ausstellung »Capture the street« eröffnen. Die »River Tales« erobern nun also auch das Alte Schloss. Es ist Hessens erste Street-Art-Ausstellung in einem Museum. Die bis zum 20. Oktober laufende Ausstellung im Obergeschoss gibt einen umfassenden Einblick in die Street Art und Graffiti Kunst. Neben bekannten Teilnehmern von »River Tales« der vergangenen Jahre aus Paris, Berlin oder New York, werden bis zu 30 weitere renommierte Künstler und Newcomer gezeigt. Die Arbeiten reichen von figurativen über grafische bis hin zu abstrakten Werken, von der Schablonentechnik über Siebdruck bis zur Installation.

In Kooperation mit der Kunsthalle zeigt das Oberhessische Museum zudem eine Ausstellung der neuseeländischen Künstlers Matthew Cowan (7. September bis 17. November). In seinen Fotografien, Videos, Installationen und Performances beschäftigt er sich mit europäischen Bräuchen und der Rolle, die sie heute spielen. Dafür hatte der Künstler eigens im Frühjahr in mittelhessischen Dörfern die Tradition des Strohbären dokumentiert. Cowan wird im Rahmen seiner Kunsthallen-Schau einen Gastauftritt im Alten Schloss haben, bei dem der Heidenturm und die Wirkung von Schreien eine zentrale Rolle spielen. Eröffnung ist am 6. September in der Kunsthalle.

Das Oberhessische Museum kündigt alle Veranstaltungen und Vermittlungsangebote für Kinder und Erwachsene im Programmheft an, das in verschiedenen Einrichtungen der Stadt und im Museum ausliegt, aber auch per Direkt-Link über die städtische Homepage www.giessen.de abrufbar ist.

»Kunst und Caipi« für Studierende

Im Programmheft findet sich auch der Hinweis auf eine Veranstaltung am 8. November zu einem speziellen Sammlungsbestand des Oberhessischen Museums. »Wieso? Weshalb? Warum? Fragen an die Ethnografische Sammlung« lautet der Titel einer Sonderausstellung vom 8. November bis 26. Januar im Alten Schloss. Die Ethnografische Sammlung des Oberhessischen Museums geht auf den Gießener Tabak- und Ziegelwarenfabrikanten Wilhelm Gail zurück, doch die ist derzeit nicht öffentlich zugänglich. Die Ausstellung soll zeigen, welche Entwicklung die Sammlung seit ihrer Gründung 1910 durchlebt hat, aus welchen Teilen der Welt die Objekte stammen und wer sie nach Gießen gebracht hat. »Es wird eine Ausstellung mit wenigen Objekten«, kündigt die Museumsleiterin an. Aber sie stelle wichtige Fragen danach, wie mit der Sammlung künftig umgegangen werden kann und welche Rolle sie im Museum einnehmen wird.

Das beliebte Workshopprogramm für Kinder und Jugendliche wird samstags fortgesetzt. Sie können hier spielerisch die Sammlungen erkunden. Familien sind jederzeit zur Museumsrallye mit informativem Heft eingeladen und für Berufstätige gibt es auch weiter die Kunstpause, mittwochs um 12 Uhr, bei der Kurzführungen einzelne Objekte des Museums vorstellen (nächste am 28. August). Neu im Programm ist das »Kunstkränzchen«. Am Mittwoch, 18. September, von 14 bis 16 Uhr können sich Interessierte bei Kaffee und Kuchen austauschen. Diesmal geht es um das Thema »Vom Markt ins Museum«. Es kann sogar ein Stillleben von Markteinkäufen erstellt werden. Gezielt an Studierende richtet sich das Angebot »Kunst und Caipi«. In der Einführungswoche lädt das Museum sie dazu ein, auch bei einem Apfelwein-»Caipi« das Museum kennenzulernen.

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