18. September 2017, 20:22 Uhr

Wo wird nicht gepflückt?

Joschua Schmidt sucht Nachschub für Apfelwein

18. September 2017, 20:22 Uhr
Wenn er zu wenig Äpfel verarbeiten kann, wird Joschua Schmidt im nächsten Frühjahr wohl keinen Apfelbrand brennen lassen können. (Foto: Schepp)

Gießen-Lützellinden (ta). Rund 500 Liter Apfelwein und 40 Liter Apfelbrand hatte der Hobby-Getränkehersteller Joschua Schmidt in den vergangenen beiden Jahren abgefüllt. Doch in diesem Jahr wird daraus nichts: Der späte Frosteinbruch im April hat das Gros der Blüten an den Bäumen erfrieren lassen. Die Apfelernte fällt deshalb in diesem Herbst ausgesprochen schlecht aus.

Das gilt auch für den heimischen Raum. Auf seiner 16 000 Quadratmeter großen Streuobstwiese auf dem Allendorfer Judenberg wird Joschua Schmidt deshalb nur einen Bruchteil der gewohnten Obstmenge ernten können.

Der Lützellindener, der die Freunde von »Josches Apfelwein« und seinem Brand – die in zwei Gießener Lokalen und in einzelnen Rewe-Märkten zu haben sind – nicht enttäuschen möchte, hat sich deshalb auf die Suche nach Apfelbäumen begeben, die üblicherweise nicht abgeerntet werden. Das können Bäume an Straßen- und Feldrändern ebenso sein wie Bäume in privaten Gärten, in denen sonst das Fallobst in der grünen Tonne landen würde. Der 25-Jährige bietet deshalb an, dass er mithilfe seiner Freunde solche Apfelbäume aberntet und sich später mit ein wenig Apfelwein bedankt.

Für Tipps und Angebote ist der Physik-Student erreichbar unter Tel. 01 51/54 87 79 24 oder keltereischmidt@web.de.

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