25. Februar 2019, 21:53 Uhr

»Kirchenasyl« für Falken und Mauersegler

25. Februar 2019, 21:53 Uhr

Der Turm der Petruskirche ist stolze 42 Meter hoch. Der Kran, der dieser Tage auf dem Grundstück am Wartweg positioniert ist, überragt das Bauwerk der evangelischen Kirchengemeinde noch um etliche Meter. Der Kranführer leistet Maßarbeit. Auf dem flachen Dach wird behutsam ein Nistkasten für Wanderfalken abgesetzt. Die spektakuläre Aktion, die in einer Stunde über die Bühne geht, hat einen langen Vorlauf. Begonnen hat alles vor genau zwei Jahren. Im Februar 2016 hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) und dem Umweltministerium die Aktion »Lebensraum Kirchturm« ins Leben gerufen. Kirchtürme sollen als Lebensräume für bedrohte Tierarten neu entdeckt werden. Prof. Volker Klingmüller vom Kirchenvorstand der Petrusgemeinde erkennt schnell, dass »unser Kirchturm ideal geeignet ist«. Der Turm ist hoch, hat zahlreiche Öffnungen und ein flaches Dach. Bei Pfarrer Matthias Leschhorn und dem restlichen Kirchenvorstand rennt Klingmüller mit seinem Vorschlag offene Türen ein. Es folgen Gespräche mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde, mit Vertretern des Regierungspräsidiums und der Universität. Schließlich darf sich die Petrusgemeinde über eine Förderung des RP in Höhe von 2800 Euro freuen. Und weil die Firma Jacobi ohnehin gerade die Dächer von Gemeinde- und Pfarrhaus saniert, besorgt Chef Mike Jacobi kurzerhand einen großen Kran. Demnächst werden unterhalb des Daches Nisthilfen für Mauersegler installiert. Wenn sich in luftiger Höhe die ersten Vögel ansiedeln, soll daran auch die Öffentlichkeit teilhaben können. Auf dem Turm ist die Installation von Videokameras geplant.

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