22. November 2017, 21:17 Uhr

Mit Hammer, Schiene und Messer

22. November 2017, 21:17 Uhr
In der Lehrwerkstatt der Theodor-Litt-Schule machen die besten jungen Parkettleger Deutschlands den Titelträger unter sich aus. (Foto: Schepp)

Wer am Freitag zu Besuch beim Tag der offenen Tür an der Theodor-Litt-Schule war, dem konnte es passieren, dass er in einer der Werkstätten einem künftigen Deutschen Meister bei der Arbeit über die Schulter schaut. Die berufliche Schule in der Ringallee war nämlich Gastgeber der bundesweiten Titelkämpfe der Parkett- und der Bodenleger.

Teilnehmer aus sieben Bundesländern waren insgesamt 7400 Kilometer gefahren, um sich an der TLS zu messen. Für den Bundesleistungswettbewerb in Gießen qualifizieren mussten sich die Gesellen durch Spitzenleistungen in den jeweiligen Ländern. Die Aufgaben bestanden im Verlegen von Musterböden mit verschiedenen Materialien, die von Eichenholz bis PVC reichten, für die Bodenleger stand zudem das Anfertigen einer Teppicharbeit auf dem Programm. »Wir haben zwar nur eine begrenzte Anzahl von Werkzeugen, doch damit muss man verdammt gut umgehen können«, sagte Parkettlegermeister Tobias Michalak im Gespräch mit dieser Zeitung. Genauigkeit, Maßhaltigkeit und der Gesamteindruck der Kandidaten seien entscheidend für die Platzierung, betonte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Viel mehr als Schiene, Messer und Hammer brauche ein Parkettleger nicht, außerdem müsse er den Umgang mit Säge und Zuschneidemaschine beherrschen.

Auf die Idee, eine Lehre als Parkett- oder Bodenleger anzutreten, kommen nicht viele. »Das ist eher ein Exotenberuf«, berichtete Michalak und erzählte weiter, dass nur rund 500 junge Leute im Jahr diesen Ausbildungsberuf ergreifen. Dabei sind die Berufsaussichten – wie in vielen Bereichen des Handwerks – sehr gut. »Wir suchen Nachwuchs. Die Auftragsbücher sind voll, es gibt Arbeit ohne Ende«, sagte der Parkettlegermeister, der außerdem Bundesfachgruppenleiter für Aus- und Weiterbildung ist.

Die Sieger beim Bundesleistungswettbewerb an der Theodor-Litt-Schule kamen übrigens aus benachbarten Bundesländern. Als besten Parkettleger wählte die Jury Daniel Ganter aus Lörrach, bei den Bodenlegern hatte Dominik Miraldo aus Münster in Westfalen die Nase vorn.

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