07. Mai 2008, 22:36 Uhr

Mit »Rettungspunkt« ein Signal setzen

Gießen (agl). Einem alten Mann ist schwindelig, er fühlt sich schwach, braucht dringend Hilfe. Die junge Frau wird beim Einkaufsbummel überfallen. Beide schaffen es bis zum nächsten Geschäft, an dem der »Rettungspunkt« klebt. Von dort aus werden Polizei oder Rettungsdienst gerufen.
07. Mai 2008, 22:36 Uhr
Sie befestigten gestern den ersten »Rettungspunkt« am Eingang der Sparkassenzentrale (v. l.): Hans Dittrich (»Pro Polizei«), Wolfgang Bergenthum, und OB Heinz-Peter Haumann. (Foto: Schepp)

Gießen (agl). Einem alten Mann ist schwindelig, er fühlt sich schwach, braucht dringend Hilfe. Die junge Frau wird beim Einkaufsbummel überfallen. Beide schaffen es bis zum nächsten Geschäft, an dem der »Rettungspunkt« klebt. Von dort aus werden Polizei oder Rettungsdienst gerufen. Falls solche oder ähnliche Szenarien Wirklichkeit werden, soll das Projekt »Rettungspunkt« in der Innenstadt greifen. Gestern haben Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gießen, Wolfgang Bergenthum, in der Sparkassenzentrale den Startschuss dafür gegeben - gemeinsam mit Vertretern des Vorstandes der Bürgerinitiative »Pro Polizei«.

»In diesem Geschäft erhalten Sie in einer Notlage Hilfe« steht auf den Aufklebern, die nun möglichst viele Ladentüren in der Innenstadt zieren sollen. 143 Geschäfte beteiligen sich laut Bergenthum zurzeit an dem Projekt. Bei den Notlagen kann es sich um unterschiedliche Situationen handeln - beispielsweise um eine Straftat oder um gesundheitliche Probleme. Inhaber und Personal sollten sich dann sofort um den Hilfe suchenden Menschen kümmern.

Die Sparkasse engagiert sich neben der Stadt Gießen und den vier BIDs Seltersweg, Marktquartier, Katharinenviertel und Theaterpark für die Aktion von »Pro Polizei«. Ein subjektives Sicherheitsgefühl brauche ein praktisches Angebot, betonte Oberbürgermeister Haumann, der sich dankbar zur Umsetzung der Idee äußerte. Initiator des Gießener Projektes ist Jochen Lamberts, Schriftführer bei »Pro Polizei« Gießen. Durch den Rettungspunkt sei »eine Förderung von Zivilcourage und bürgerlichem Engagement in der Stadt zu spüren«, lobte Haumann. Mit der Aktion wolle man erreichen, dass »die Geschäfte und die Sparkasse ein deutliches Zeichen gegen Gewalt in der Öffentlichkeit setzen«, ging Lars Burkhard Steinz vom »Pro Polizei«-Vorstand auf die Motivation für das Hilfsprojekt ein. »Bei Erfolg werden wir es ausweiten«, kündigte er an. Außerdem werde es eventuell ein Verhaltenstraining für Geschäftsmitarbeiter geben.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Lars Burkhard Steinz
  • Polizei
  • Sparkasse Gießen
  • Vertigo
  • Überfälle
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen