20. Mai 2015, 20:43 Uhr

Mittelhessen-Verein verzeichnet Zuwachs

Gießen (pd). Normalerweise ist der Tagungsort bei Versammlungen großer Institutionen Nebensache. Am Mittwoch war das anders. Der Verein Mittelhessen hatte zur Mitgliederversammlung in die Miller Hall eingeladen.
20. Mai 2015, 20:43 Uhr
Premiere in der Miller Hall: Die Mitgliederversammlung des Vereins Mittelhessen ist dort die erste Veranstaltung. (Foto: Schepp)

Nach zweieinhalbjähriger Umbauzeit und mehreren Anläufen hat es diesmal also geklappt mit der Veranstaltungspremiere in der 1925 erbauten Volkshalle. Kein Wunder, dass Vereinsvorsitzender Dr. Lars Witteck sich darüber freute, »dass wir an diesem historischen Ort als allererste zu Gast sein dürfen«. Auch Miteigentümer Mehmet Vural und die für Marketing zuständige Manuela Giorgis begrüßten die »Premierengäste« vom Verein Mittelhessen.

Die rund 60 anwesenden Mitglieder des Vereins durften bei der rund neunzigminütigen Sitzung fast ausschließlich positive Nachrichten zur Kenntnis nehmen. Zunächst meldete Witteck in seinem Jahresbericht, dass sich die Mitgliederzahl seit der Neuorganisation des Regionalmanagements Anfang 2013 auf Rekordniveau bewegt. Der Verein war seinerzeit mit 72 Mitgliedern gestartet. Momentan sind 190 Mitglieder Teil des in den fünf mittelhessischen Landkreisen vertretenen Netzwerks. »Das Ziel von 200 erreichen wir dieses Jahr mit Leichtigkeit«, prognostizierte Witteck. Eigentlich sollte diese Grenze erst 2016 genommen werden.

Kommt Internationale Schule?

Zentraler Vortrag des Nachmittags war die Präsentation von Martin Lacroix, der die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung präsentierte. Der Wirtschaftswissenschaftler an der Justus-Liebig-Universität hatte unter anderem nach der Einschätzung der Arbeit des Regionalmanagements gefragt oder wissen wollen, inwieweit die Vernetzung innerhalb der Region gefördert oder die Interessen der Region erfolgreich vertreten werden. Von den Befragten erhielten die Aktivitäten des Regionalmanagements hohe Zustimmungswerte zwischen über 60 und rund 80 Prozent.Ein Großteil der Befragten bekundete eine hohe emotionale Bindung an die Region. Signifikante Unterschiede gab es bei den Antworten aus den jeweiligen Regionen. Während die Vereinsmitglieder (die Antworten kamen zu über 80 Prozent von Führungskräften) aus den Kreisen Gießen und Lahn-Dill ein besonders hohes Maß an Zufriedenheit zeigten, wird die Arbeit des Regionalmanagements im Vogelsbergkreis deutlich kritischer gesehen. Ebenfalls interessant: Als Informationskanal nutzen die Befragten nach wie vor hauptsächlich die lokale Presse (69 Prozent), während soziale Medien wie Facebook nur von knapp 14 Prozent herangezogen werden. Einen hohen Stellenwert in puncto Qualität und Relevanz genießen ferner die vom Verein angebotenen Veranstaltungen. »Es geht in die richtige Richtung«, fasste Witteck die Entwicklung des Regionalmanagements Mittelhessen zusammen.

Einblicke in die Arbeit des Regionalmanagements gab Geschäftsführer Jens Ihle. Er berichtete über die Einbindung von Neuankömmlingen in die Region per »Newcomers Guide«, verwies auf wachsende Teilnehmerzahlen aus Mittelhessen bei Messen wieder Expo Real in München, machte aber auch auf die Wichtigkeit regionaler Jobmessen aufmerksam.

Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand mit einer Ausnahme bestätigt. Finanzvorstand Günter Sedlak (Sparkasse Oberhessen) trat nicht mehr zur Wahl an, für ihn rückt Heiko Stock (Bürgermeister Lautertal) in den Vorstand nach. Vorsitzender bleibt Lars Witteck, der seine Bereitschaft für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Vereins Mittelhessen bekundet hatte, obwohl er im Oktober als Regierungspräsident aus dem Amt scheidet. Der weitere Vorstand: Gunter Schneider (Geschäftsführer Schneider GmbH Fronhausen), der in den Aufsichtsrat des Regionalmanagements entsandt wurde, Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv), Dr. Frank Schmidt (Bürgermeister Löhnberg/Stellvertreter), Annegret Puttkammer (Pröpstin Evangelische Kirche Hessen und Nassau) sowie Rolf Witezek (Vorstand Volksbank Mittelhessen).

Zum Bericht des Vorsitzenden gehörte auch eine Bedarfsanalyse zum Angebot einer Internationalen Schule in Mittelhessen. Hier habe man eine fundierte Studie der TH Mittelhessen mit einem »sehr differenzierten Ergebnis« erhalten. Eine solche Schule könne nur als »mittelhessische Lösung« funktionieren, kündigte Witteck Gespräche mit dem Kultusministerium zu diesem Thema an.

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