Stadt Gießen

Nach Messerattacke in Weststadt Gießen: Kinder und Frau außer Lebensgefahr

Nach der schweren Auseinandersetzung in einem Wohnhaus in der Gießener Weststadt sind die Frau und ihre drei Kinder außer Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter wurde den ganzen Dienstag notoperiert.
04. Juli 2018, 11:50 Uhr
Christoph Hoffmann

Die 31-jährige Frau und ihre drei Kinder, die am Dienstagmorgen ersten Ermittlungen zufolge vom 36-jährigen Familienvater durch eine Messerattacke schwer verletzt worden sind, schweben nicht in Lebensgefahr. Das bestätigte Staatsanwalt Thomas Hauburger am Mittwoch dieser Zeitung. Auch dem vierten Kind, ein Säugling, das eine Rauchvergiftung erlitten hat, gehe es dem Umständen entsprechend gut.

Für den mutmaßlichen Täter selbst gelte das nicht. »Er wurde den ganzen Dienstag über notoperiert und ist noch nicht vernehmungsfähig«, sagte Hauburger. Gegen den Mann soll im Laufe des Tages ein Haftbefehl beantragt wegen des Verdachts des versuchtes Mordes, der gefährlicher Körperverletzung und der schweren Brandstiftung.

Die Tat in der Krofdorfer Straße hat für viel Bestürzung gesorgt. Um 8 Uhr waren Polizei und Feuerwehr wegen eines häuslichen Konflikt und eines Brands in die Krofdorfer Straße gerufen worden. Ersten Ermittlungen zufolge soll der 36-jährige Familienvater seine Frau und drei seiner Kinder mit einem Messer verletzt haben. Anschließend soll er in der Wohnung Feuer gelegt haben.

Bei der Flucht über das Fenster ist er wohl abgestürzt, wodurch er sich schwere Verletzungen zugezogen hat.  Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass psychische Probleme des Mannes zur Tat geführt haben.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Nach-Messerattacke-in-Weststadt-Giessen-Kinder-und-Frau-ausser-Lebensgefahr;art71,454239

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung