16. Dezember 2011, 19:33 Uhr

Partnerschaft mit Winchester »wichtiger denn je«

Gießen (pm). Die Städtepartnerschaft zwischen Gießen und Winchester werde durch die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien und den Euroländern nicht erschüttert, sondern noch gestärkt.
16. Dezember 2011, 19:33 Uhr
Sie bekennen sich gemeinsam zur deutschenglischen Partnerschaft: Winchesters Bürgermeister Barry Lioscomp und die DEG-Vorsitzende Astrid Reinewald. (Foto: pv)

Eine Kündigung der Partnerschaft, wie sie seitens der englischen Stadt Bishop’s Stortford an Friedberg gerichtet wurde, sei aus Winchester nicht zu erwarten. Im nächsten Jahr wolle man gemeinsam das 50-jährige Jubiläum der Verschwisterung feiern. Das teilt die Deutsch-Englische Gesellschaft Gießen (DEG) mit.

»Unsere nun 50-jährige Partnerschaft lebt nicht aufgrund der europäischen Politik, sondern wegen und durch die Beziehungen der Bürger beider Städte«, meinen die DEG-Vorsitzende Astrid Reinewald und Robert Johnston, Vorsitzender der Winchester Giessen Society, übereinstimmend. Die lebendige Partnerschaft, vereinbart am 15. Oktober 1962, sei heute wichtiger denn je.

Um die Jubiläumsfestlichkeiten zu besprechen, reiste zuletzt im Oktober eine Gießener Delegation in die südenglische Stadt. Bürgermeister Barry Lioscomp empfing die Besucher in seinem Amtssitz und sagte zu, die Städtepartnerschaft nach Kräften zu unterstützen. Zustimmung hierzu erklärte auch Councillor Beckett, Vorsitzender des Stadtparlaments in Winchester, nachdem Astrid Reinewald Gelegenheit erhalten hatte, vor dem »Magistrat« der Stadt Winchester zu sprechen. Beckett befürworte die Partnerschaft mit Begeisterung, so die DEG. Die Stadt Gießen wolle Winchester im Rahmen der Feiern im Oktober 2012 einladen, die Partnerschaftsurkunde zu erneuern.

Nach der einsamen Entscheidung des Britischen Premierministers David Cameron habe es zwischen den Verantwortlichen der Partnerschaftsvereine ausführliche Gespräche gegeben. »Wir sind uns einig, dass es gerade in schwierigen Zeiten und für jüngere Generationen wichtig ist, über lange Zeiträume gewachsene internationale Beziehungen aufrecht zu erhalten«, kommentiert Jennifer Wiens, Geschäftsführerin der DEG. Die bedauerliche Beendigung der 46-jährigen Partnerschaft Friedbergs sei eine Ausnahme.

Dass eine Kündigung der Beziehungen insbesondere in Winchester nicht zur Debatte steht, belege auch die Berichterstattung über den Austausch im Oktober. Der Hampshire Chronicle, Winchesters größte Wochenzeitung, titelte »Thumps up for the twinning« – »Daumen hoch für die Partnerschaft«.

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