11. Dezember 2018, 21:30 Uhr

Party bis in die Morgenstunden

Es ist ist ein Feiertag für die Elektro-Musik: Die zweite Auflage des AMEN-Festivals. Am 15. Dezember werden Tausende Fans in der Gießener Hessenhalle zu einer pompösen Party erwartet.
11. Dezember 2018, 21:30 Uhr
Am kommenden Samstag wird es in den Hessenhallen elektrisch. (Foto: sag)

Seit 2017 ist Gießen um ein Festival reicher – am Reformationstag, damals einmalig ein bundesweiter Feiertag, ging in der Gießener Hessenhalle erstmals das AMEN-Festival über die Bühne. Mit vollem Erfolg: Zur Erstauflage pilgerten 2000 Techno-Fans nach Gießen. 2018 kehrt das AMEN mit einem neuen Termin zurück: Am Samstag, 15. Dezember, treffen sich die Fans elektronischer Musik wieder in der Hessenhalle. Dann steigt die zweite Auflage des AMEN.

Dieses präsentiert sich diesmal noch größer, noch pompöser und mit einer größeren musikalischen Bandbreite. »Während wir letztes Jahr doch sehr technolastig waren, bilden wir diesmal alle Stile der elektronischen Musik ab«, verspricht Christian Minke, Veranstalter des AMEN. Die stilistische Bandbreite reiche dabei von Minimal und Deep House über Techno bis Progressive, von deep und treibend bis hin zu schnell und hart.

Zugpferd ist dabei vor allem der Künstler Neelix, der mit seinen fulminanten Live-Sets derzeit angesagt ist und mit seinem Progressive Trance große Konzerthallen füllt. Mit Karotte hat Minke ein Urgestein der Elektro-Szene verpflichtet, aber auch der Lokalkolorit kommt nicht zu kurz. So sind unter anderem auch »Ausem FF« aus Wetzlar und die Gießener Elektro-Künstlerin Frida Darko an den Plattentellern zu erleben.

Zwei Floors und mehrere Chill-out-Zonen mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einem Bällebad zum Entspannen warten auf die Partygäste. Doch wie es nun mal ist bei der elektronischen Musik: »Es kommt vor allem auf das Drumherum an«, sagt Minke, der seit sechs Jahren in Wetzlar erfolgreich die Technodisco betreibt, die sich für Fans elektronischer Musik zum echten Hotspot zwischen Frankfurt und Kassel entwickelt hat. Für seinen Club hat der 32-jährige Minke, der mit seiner Familie in Königsberg lebt, in den vergangenen Jahren bereits das Who’s who der Szene verpflichtet. Großer »Bruder« des AMEN ist das James-Wood-Festival im Wetzlarer Finsterloh, das im Sommer seinen fünften Geburtstag feierte.

Wer dort schon einmal war, kann ahnen, was die Besucher des AMEN optisch und audiovisuell erwarten wird. Minke verspricht ein ausgeklügeltes Lichtkonzept mit Laser- und LED-Shows genauso wie Performance-Künstler, die optische Akzente setzen sollen. Riesenroboter und Stelzenläufer sollen für staunende Blicke sorgen. »Das AMEN ist wie ein eigener Kosmos«, verspricht Minke, »in den gilt es für die Besucher einzutauchen«. Während eine Halle mit Grünpflanzen dekoriert werde und für echtes Dschungel-Feeling sorge, werde der zweite Floor vom Gießener Kollektiv Fest.Land gestaltet.

»Vergangenes Jahr haben die Jungs die Halle in eine Kathedrale verwandelt, man darf also gespannt sein, was hier noch passiert«, macht der Veranstalter neugierig. Auch einen Außenbereich mit einem erlesenen Street-Food-Angebot werde es geben: Fett & lecker, die Pokalsieger des diesjährigen »Burger & Beer«-Festivals in Gießen, sind ebenso vertreten wie Mani’s Pizza aus Hüttenberg und Mellow Monkey aus Kleinlinden mit seinen Edel-Marshmallows. Auch hier setzt Minke wieder auf lokale Beteiligung.

Minkes Ziel mit dem AMEN-Festival: neben Szenefans auch Menschen anlocken, die nicht bereits in der Elektroszene Fuß gefasst haben, und sie begeistern. »Techno und elektronische Musik haben nach wie vor einen Underground-Touch«, sagt er, »dabei ist die elektronische Musik ein fester Bestandteil unserer Kultur.«

Er will mit Vorurteilen brechen und arbeitet überall, wo er Veranstaltungen ausrichtet, mit den Hallenbetreibern und Behörden Hand in Hand.

Um die Anwohner und Besucher zu schützen, sei für das AMEN ein detailliertes Lärmschutz- und Sicherheitskonzept erarbeitet worden. »Das hat im ersten Jahr auch super funktioniert«, freut er sich. Es habe keinerlei Vorkommnisse gegeben, die die Feierlaune getrübt hätten.

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