26. März 2019, 22:08 Uhr

Persch (SPD) zieht sich auch aus Hauptausschuss zurück

26. März 2019, 22:08 Uhr
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Von Burkhard Möller

Dieser Riss in der SPD-Stadtverordnetenfraktion ist wohl nicht mehr zu kitten. Nach dem Rückzug vom Amt des stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehers und dem des stellvertretenden Fraktionschefs hat der Stadtverordnete Oliver Persch nun auch noch seinen Sitz im parlamentarischen Hauptausschuss abgegeben. Dies gab der Ausschussvorsitzende Hans Heller (Freie Wähler) in der Sitzung am Montagabend bekannt. Für Persch ist Gerhard Merz nachgerückt.

Der fraktionsinterne Krach hängt mit der Wahl des neuen Stadtverordnetenvorstehers zusammen. Bis um die Jahreswende galt Persch als Favorit der SPD für die Nachfolge von Egon Fritz. Mitte Januar erklärte der Jurist aus Wieseck gegenüber Fraktionschef Christopher Nübel dann aber, dass er für das Amt nicht zur Verfügung stehe. Als Grund gab Persch im Februar in der GAZ Stillosigkeiten von »einigen wenigen« Fraktionsmitgliedern an. Was genau vorgefallen ist, ist bis heute nicht bekannt. Angeblich wurde aus der Fraktion im privaten Umfeld von Persch die Behauptung gestreut, dass aufgrund der Terminverpflichtungen, die der Stadtverordnetenvorsteher habe, kaum noch Zeit fürs Privatleben bleiben werde.

Ins Präsidium der Stadtverordnetenversammlung ist derweil die SPD-Stadtverordnete Eva Janzen aufgerückt. Zum neuen Stadtverordnetenvorsteher war in der Februar-Sitzung Frank Schmidt gewählt worden. Er und Fraktionschef Nübel vertreten die SPD auch im Hauptausschuss, den Persch nun verlassen hat. Dagegen wurde er Anfang März zum Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Wieseck gewählt. (Foto: pm)



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