16. Mai 2019, 21:42 Uhr

Schiffenberg-Galerie zeigt Bilder von Erhard Göttlicher

16. Mai 2019, 21:42 Uhr
Ein wahrhaft »göttlicher« Akt. (Foto: dkl)

Nach längerer Zeit ist wieder einmal eine Ausstellung mit Arbeiten des Malers und Zeichners Erhard Göttlicher in Gießen zu sehen. Mehrfach war er in der alten Kunsthalle und im Museum zu erleben, in der Galerie Remmele bereits zu Beginn der 1970er Jahre. Nun ist es Galerist Rudolf Lotz gelungen Göttlicher zeigen zu können. Auch in seiner Galerie auf dem Schiffenberg geschieht dies nicht zum ersten Mal.

Lotz präsentiert eine Auswahl von etwa 40 Arbeiten unter dem Titel »Pralles Leben«. Wer Göttlicher kennt, ahnt schon, dass darunter auch Akte fallen. Der Künstler zeigt den ungeschönten nackten Körper, sein Hauptaugenmerk gilt dem Inkarnat, das meint die Hautoberfläche in all ihren Schattierungen. Gemeint sind auch die ausdruckstarken Gesichter von Menschen, sei es in der Lithografie in Anlehnung an den belgischen Maler James Ensor, oder in dem großformatigen Porträt-Doppel »Christine und Heed«, das als Original in Mischtechnik zum Vorlagenzyklus einer Buchillustration gehört.

»Pralles Leben«

Erhard Göttlicher wurde 1946 in Graz/Österreich geboren, er lebt seit Langem in Uetersen/Norddeutschland. In seiner Jugend verbrachte er einige Jahre in Gießen und Mittelhessen, was in den offiziellen Biografien meist nicht vorkommt. Er studierte ab 1967 an den Werkkunstschulen Wiesbaden, Bielefeld und Kopenhagen, schloss dann noch ein Studium an der HBK Hamburg an, unter anderem bei Alfred Hrdlicka und Max Bense. Göttlicher erhielt mehr als 30 Kulturpreise und Auszeichnungen. Ab 1975 unterrichtete er an diversen Kunstakademien, bereits 1980 erhielt er den Titel Professor an der Hamburger Akademie. Seine weltweiten Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen nähern sich der Zahl 1000. Viel gerühmt ist seine Tätigkeit als Buchillustrator, wovon auch seine freie bildnerische Gestaltung beeinflusst ist.

Neben den oben genannten Motivgruppen gibt es in der Galerie auf dem Schiffenberg auch zwei Landschaften zu sehen, die zu den melancholischen Venedig-Bildern gehören, drei allerliebste Tierbuchillustrationen und Handstudien wie einst bei Dürer. Das meiste sind Radierungen und Lithografien, dazukommen zahlreiche Unikate in Mischtechnik. Der Entstehungszeitraum der Bilder umfasst gut 30 Jahre.

Vernissage ist am Samstag, 18. Mai, um 17 Uhr. Die Ausstellung auf dem Schiffenberg ist bis 14. Juli zu sehen. Zum Ausstellungsende kommt Prof. Göttlicher zum Künstlergespräch in die Galerie. Informationen über www.galerie-auf-dem-schiffenberg.de.

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