19. September 2019, 11:00 Uhr

»Aura«-Brandruine

Stadt Gießen hilft DLRG beim Wiederaufbau

Die Stadt Gießen hat das Erbbaurecht für das DLRG-Vereinsdomizil am Uferweg verlängert. Der Verein braucht die Verlängerung, um an Kreditsicherheiten für den Wiederaufbau zu gelangen.
19. September 2019, 11:00 Uhr
Hier soll bald der Wiederaufbau des DLRG-Heims starten. (Foto: Schepp)

Im Januar wird es schon drei Jahre her sein, dass das Vereinsdomizil der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Uferweg ein Raub der Flammen wurde. An die Feuersbrunst erinnen im Moment nur noch die Grundmauern der Brandruine. Der Wiederaufbau ist für den Gießener DLRG-Kreisverband zu einem mühsamen und langen Weg geworden. Einen wichtigen Beitrag, damit das Vereinsheim neu errichtet werden kann, hat am Montag vor einer Woche der Magistrat der Stadt geleistet und das bestehende Erbbaurecht für das Grundstück an der Lahn verändert und verlängert. »Die DLRG braucht die Verlängerung, um an einen Kredit zu kommen«, erklärte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich am Montagabend in der Sitzung des Hauptausschuss des Stadtparlaments, der die Vertragsveränderung zur Kenntnis ab.

Zwar läuft der zwischen Stadt und DLRG 1981 abgeschlossene Erbbaupachtvertrag über das gut 1500 Quadratmeter große Grundstück noch bis 2031, als Sicherheit muss der Verein bei der Bank aber einen Vertrag vorlegen, der eine Mindestlaufzeit von noch 25 Jahren hat. Daher war die DLRG an die Stadt mit der Bitte herangetreten, die Vereinbarung jetzt zu verlängern. Der neue Vertrag läuft nun bis 2070, als Erbbauzins müssen die Lebensretter jährlich knapp 3000 Euro an die Stadt zahlen. In dem Vertrag wird ferner fixiert, dass die DLRG in dem Vereinsheim über eigene Belange und die Vermietung an den Tanzclub Rot-Weiß hinaus auch weiterhin eine Gastronomie betreiben und verpachten dürfen.

Diese Verpachtung ist für den Verein mit Blick auf die Refnanzierung des Neubaus von großer Bedeutung. Ein neuer Pachtvertrag konnte bislang aber nicht abgeschlossen werden, weil die DLRG mit ihrem bisherigen Gastronomie-Pächter Dimitri Skartsanis vor Gericht über die Frage streitet, ob sein Vertrag noch gültig ist. Bis diese Frage nicht im Sinne der DLRG, die mit Skartsanis nicht mehr zusammenarbeiten will, beantwortet ist, kann der Verein keinen neuen Pachtvertrag abschließen. Am 7. Oktober soll am Landgericht eine Entscheidung fallen.

Dessen ungeachtet sollen die eigentlichen Wiederaufbauarbeiten in diesem Herbst starten. Die Baugenehmigung liegt bereits seit Anfang des Jahres vor.

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