08. November 2019, 22:13 Uhr

Suchtvorbeugung: Isländer sollen Gießener beraten

08. November 2019, 22:13 Uhr

Die Stadt Gießen will Fachleute aus Island einladen, um das dort erfolgreiche Suchtvorbeugungsprogramm »Planet Youth« besser kennenzulernen. Außerdem soll möglicherweise eine Delegation aus Gießen im Frühjahr an einer Konferenz in Island teilnehmen. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig.

Klaus-Dieter Grothe, Vorsitzender des Ausschusses sowie der Grünen-Stadtverordnetenfraktion, hatte im Juni vorgeschlagen, das Projekt nach Gießen zu holen. Es werde in etwa 30 Ländern angewandt, aber bisher nirgends in Deutschland, schilderte Jugendhilfeplanerin Annette Berndt nun. Die Umsetzung würde fünf Jahre umfassen. Für die Dienstleistungen der isländischen Agentur - darunter die Auswertung einer jährlichen Befragung aller 15- und 16-Jährigen an Gießener Schulen - müsste die Stadt in dieser Zeit knapp 100 000 Euro bezahlen. Hinzu kämen die Kosten für die Maßnahmen vor Ort.

In Island ist es laut Grothe innerhalb der letzten 20 Jahre gelungen, die Zahl Alkohol trinkender Jugendlicher deutlich zu senken. Neben niedrigschwelligen Freizeitangeboten - vor allem Sport - und ordnungspolitischen Eingriffen wie einem Werbeverbot kennzeichne vor allem die Einbeziehung der Eltern das Vorhaben. Sie unternehmen beispielsweise abendliche »Nachbarschaftsspaziergänge«, um zu erkunden, was ihre Kinder auf der Straße tun.

Dieser Aspekt »hat ein bisschen was von staatlicher Bevormundung«, meinte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich (Grüne). Doch gerade bei der Elternarbeit »haben wir ein Problem«. Ihr Eindruck sei, dass der »überschaubare« Kostenaufwand sich lohnen könne. Dem widersprach niemand.

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