30. September 2019, 21:38 Uhr

THM-Wachstum gebremst

30. September 2019, 21:38 Uhr
Es wird voller in der Stadt und in den Kneipen: Die THM hat gestern 1900 »Gießener« Erstsemester begrüßt. An allen drei Standorten zählt sie 3600 Studienanfänger. (Foto: Schepp)

»Wer kommt von weiter her, mindestens 100 Kilometer weit weg?« Nur ein paar Dutzend Hände gehen hoch in der überfüllten Kongresshalle. Die allermeisten der rund 3600 jungen Frauen und Männer, die jetzt ihr Studium an der Technischen Hochschule beginnen, stammen aus der Region. Die Tendenz zum wohnortnahen Start in den neuen Lebensabschnitt bestätigte sich bei der Begrüßung der 1900 THM-Erstsemester mit Studienort Gießen. Ein anderer Trend scheint - den vorläufigen Zahlen zufolge - gebrochen: Nach rasantem Wachstum stagniert die Studierendenzahl der Hochschule.

Vor einem Jahr wurden noch fast 3900 Anfänger und 18 677 Studierende insgesamt gezählt. Die Gesamtzahl wird nun auf 18 660 geschätzt. Vor zehn Jahren lag sie bei 6500, vor fünf Jahren um 15 600, im Jahr 2018 wurde die Marke 18 000 geknackt. »Aktuell sehen wir eine Stabilisierung auf hohem Niveau«, sagt Sprecher Armin Eikenberg auf Anfrage. Dies sei kein Grund zur Sorge.

Das beliebteste »Gießener« Fach bei den Anfängern ist ein junges: »Social Media Systems« startete vor drei Jahren mit 190 Studierenden, nun haben sich fast 240 junge Menschen dafür entschieden. Es folgen Informatik mit 180, Bauingenieurwesen mit 170 und Betriebswirtschaft mit 160 Anfängern. Etwa 1100 Erstsemester werden in Friedberg studieren, 600 dual mit Theorieteil in Wetzlar. In Gießen studieren nun - so die vorläufige Zahl - 11 266 Personen an der THM.

Präsident Prof. Matthias Willems betont, die THM sei nach Köln und Hamburg inzwischen die drittgrößte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Diese Entwicklung sei nur durch ein außergewöhnliches Engagement aller Hochschulmitglieder möglich. Es gelte jetzt, gegenüber dem Land auf angemessene Finanzierung im Hochschulpakt 2021-2025 hinzuwirken.

Vizepräsidentin Prof. Katja Specht unterstrich die Bedeutung des ersten Studienjahrs. Die THM wolle unter dem Motto »Welcome and stay« die Orientierung verbessern.

»Sie können in Gießen viel entdecken«, versprach Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Dass die Stadt besonders jung ist, sei beispielsweise an der aktiven Fridays-for-Future-Bewegung sichtbar.

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