Stadt Gießen

Ultralauf durch den Dschungel

Seit fünf Jahren schindet sich Sven Franke für einen guten Zweck. Der Polizeihauptkommissar ist Extremläufer. Er rannte schon auf dem Eiger-Ultra-Trail, beim Ironman auf Mallorca, auf die Zugspitze und im Himalaya. Jedes Mal sammelte Franke mit seiner Aktion »Running for Children« Geld für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen. Allein bei seinem letzten Lauf in Nepal kamen über 20 000 Euro zusammen.
25. Mai 2018, 22:01 Uhr
Rebecca Hahn
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Sven Franke (7.v. l., im weißen Polo-Shirt) mit Familie, Sponsoren und Unterstützern. (Foto: Schepp)

Seit fünf Jahren schindet sich Sven Franke für einen guten Zweck. Der Polizeihauptkommissar ist Extremläufer. Er rannte schon auf dem Eiger-Ultra-Trail, beim Ironman auf Mallorca, auf die Zugspitze und im Himalaya. Jedes Mal sammelte Franke mit seiner Aktion »Running for Children« Geld für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen. Allein bei seinem letzten Lauf in Nepal kamen über 20 000 Euro zusammen.

Nun bricht Franke zu seiner nächsten Herausforderung auf: Er wird beim Jungle-Ultramarathon in Peru 230 Kilometer durch den Amazonas-Regenwald laufen. Es gibt Videos von diesem Rennen, in denen sich ehemalige Teilnehmer durch den Dschungel kämpfen. Sie quälen sich rutschige Hänge hinauf, waten durch Bäche, laufen durch Schlamm und Gestrüpp. »Das sieht natürlich spektakulär und reißerisch aus«, sagt Franke ein paar Tage vor seiner Abreise, als er das diesjährige Rennen vor Familie und Unterstützern vorstellt. »Das ist es irgendwo auch, aber die Realität des Laufs ist eine andere.« Am Anfang sei so ein Ultramarathon vor allem Beinsache, am Ende dann hauptsächlich Kopfsache, sagt Franke. Auf beides hat er sich gründlich vorbereitet. Franke wird fünf Etappen von je 30 bis 92 Kilometern Länge absolvieren und sich dabei zwischen 800 und 2900 Metern Höhe bewegen – bei 25 bis 30 Grad Celsius. Immer dabei: Sein zehn Kilo schwerer Rucksack mit Wasser, Sportlernahrung, Medikamenten, Hängematte und Schlafsack.

Im Unterholz lauern Gefahren: Jaguare, Anakondas, Lanzenotter oder Kammspinnen. Aber darüber will sich Franke nicht so viele Gedanken machen. Sein Ziel ist es, anzukommen und mit seinem Lauf möglichst viel Geld zu sammeln. »Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir wieder 20 000 Euro wie im letzten Jahr erreichen können«, sagt er.

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