07. Januar 2013, 19:13 Uhr

Volksbank und Sparkasse gewähren 46ers wieder Kredite

Gießen (ta). Die finanziell angeschlagene Gispo-Sportmaketing GmbH als Träger des Bundesligisten LTi 46ers, bekommt wieder etwas Luft zum Atmen: Die Volksbank und die Sparkassehaben zugesagt, ihre Kreditlinien zu erhöhen, nachdem die Stadt erklärt hat, einen Teil ihrer Bürgschaft von insgesamt 180 000 Euro freizugeben.
07. Januar 2013, 19:13 Uhr
Die LTi Giessen 46ers könnten in den nächsten Wochen ihre finanzielle Schieflage etwas verkleinern: Volksbank und Sparkasse wollen dem hoch verschuldeten Basketball-Bundesligisten weitere Kredite gewähren. (Archivfoto: ras)

Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs am gestrigen Montag im Rathaus. Auf Einladung von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz besprachen Gispo-Geschäftsführer Heiko Schelberg, der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Schneider sowie die Spitzen der Kredit gebenden Finanzinstitute, Wolfgang Bergenthum und Peter Hanker Möglichkeiten, wie einerseits die 46ers bei ihren Sanierungsbemühungen unterstützt werden können und andererseits das Risiko für die Stadt, die eine Bürgschaft übernommen hat, reduziert werden kann.

»Es muss unser Ziel sein, den Konsolidierungspfad, den die Gesellschaft eingeschlagen hat, zu unterstützen. Die 46ers sind einerseits ein wichtiges Aushängeschild für unsere Stadt. Wir müssen aber auch andererseits vordringlich das Kostenrisiko der Stadt im Auge haben, und so muss es unser Interesse sein, diese Insolvenz – wenn dies möglich ist – abzuwenden«, betonte Grabe-Bolz im Anschluss an das Gespräch in einer Pressemitteilung.

Ziel: Bundesliga-Standort retten

In konstruktiver Atmosphäre habe man die Sachlage erörtert und Wege gesucht, wie die Liquidität der Gispo wiederhergestellt werden kann. Grabe-Bolz: »Wir haben als Stadt ein hohes Interesse daran, dass die Insolvenz der Gesellschaft auch im Fall des sportlichen Abstiegs abgewendet wird. Wir wissen aber, wie schwierig das wird.«

Und weiter: »Wir haben den beiden Finanzinstituten angeboten, einen Teil aus der Bürgschaft abzulösen. Im Gegenzug dazu haben sowohl Sparkasse Gießen als auch Volksbank Mittelhessen klar zum Ausdruck gebracht, dass bei solch einer Sachlage die Kreditlinien wieder aufgemacht würden.«

Mit einer solchen Verabredung wäre der OB zufolge allen Seiten geholfen, da die Zahlungsfähigkeit für die Gesellschaft wiederhergestellt werden könnte und die Stadt zunächst nicht die ganze Bürgschaft ablösen müsse. »Mit diesem Vorgehen hat die Gesellschaft wieder Luft zum Atmen und die Stadt zunächst geringere Kosten zu tragen«, fasste Grabe-Bolz zusammen. »Wir wünschen den 46ers viel Erfolg bei ihren Gesprächen mit möglichen Geldgebern zur Rettung des Bundesliga-Standorts Gießen.«

Die Mitteilung aus dem Rathaus lässt offen, mit welcher Summe die Stadt sich an der Rettung der 46ers beteiligen will und welche Beträge die Gesellschaft von den beiden Geldhäusern bekommen kann.

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