20. August 2019, 21:41 Uhr

Vom Walddorf zum Stadtteil

20. August 2019, 21:41 Uhr
Burkhard Sanner, Gerd Steinmüller, Hans-Jürgen Volk und Stefan Prange legen letzte Hand an die Festschrift an. (Foto: rc)

Jedes Papier über Kleinlinden haben die Mitglieder der Festschrift-Arbeitsgruppe des Orts- und Vereinsarchiv Kleinlinden umgedreht, recherchiert und die Ergebnisse, ergänzt mit Fotos, im Auftrag vom Magistrat zu einer Festschrift zur 750-Jahr-Feier von »Linnes« herausgegeben. Das 450 Seiten starke Werk wird ergänzt durch eine DVD, auf der die Beiträge des Buches in unveränderter oder erweiterter Fassung, zum Teil mit Belegen sowie zusätzlichen Beiträgen enthalten sind. »Vom Umfang her war es nicht möglich, alles in das Buch zu packen«, verdeutlicht Dr. Gerd Steinmüller, Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Und macht deutlich: »Es wurden ausschließlich Originalsachen verwendet.« Tonaufnahmen wie Mundartgedichte und acht Lieder von den »Linneser Raben«, eine ehemalige Kleinlindener Gesangsgruppe, enthält die DVD übrigens auch.

Die GEMA Genehmigung habe zusätzlich die Termine ins Wanken gebracht. Glücklich sind Steinmüller, Stefan Prange, Dr. Burkhard Sanner und Hans-Jürgen Volk als Redaktionsteam, dass sie jetzt endlich das Buch in Händen halten. Steinmüller spricht von der »Hochzeit«, als er und die anderen Männer Buch und DVD zusammenfügen. Erleichtert schaut auch Dr. Ludwig Braake, der als Stadtarchivar das Unternehmen mit Rat und Tat unterstützte, im Stadtarchiv zu, wo die letzten Handgriffe erfolgen und das Pressegespräch stattfindet.

Eine erste Sitzung mit den 17 Autoren, die am Werk mit seinen 100 Beiträgen beteiligt waren, Entsprechendes leisteten, fand im Herbst 2015 statt. Die Produktion lief verspätet an, weil einer der Autoren ausfiel, und so konnte das gesetzte Ziel, zur Eröffnungsveranstaltung die Festschrift »Lindehe - Linnes - Kleinlinden 1269-2019. Vom Waldort zum Stadtteil« vorzustellen, nicht erreicht werden. Nicht ganz einfach sei es mit den Autoren gewesen, erinnert sich Braake, der Satz »Du musst kürzer werden« erforderte viel Fingerspitzengefühl, doch es gelang immer eine gute Lösung. Alle Mitwirkenden arbeiteten ehrenamtlich und wendeten viel Freizeit dafür auf. Die Festschrift tangierte auch das Familienleben, wie Hans-Jürgen Volk schildert: »Dir geht nichts anderes mehr im Kopf rum«, musste er sich von seiner Frau anhören. Stolz sagt Stefan Prange zur Zusammenarbeit der Redaktion: »Wir haben uns kein einziges Mal verkracht.« Und das wolle etwas heißen, bei der Fülle der Themen. Gerd Steinmüller sinniert: »Am Layout haben wir lange geschraubt.«

Die beiden Umschlagseiten zeigen Linnes aus der Sicht einer Drohne, das Foto stammt von Luca Zehler. In den 650 Exemplaren, die ab sofort erhältlich sind, ist auch die Zeit von 1933 bis 1945 dargestellt, »sehr klar und sachlich«, wie Sanner sagt. Insgesamt findet sich eine gute Mischung des Dorflebens, der Geschichte und von Vorgängen, die bislang weitgehend unbekannt sind, auf den gut lesbaren Seiten, ergänzt mit Fotos in Schwarz-Weiß und Farbe. Das Wappen für Gießen-Kleinlinden wird vorgestellt, natürlich findet sich auch ein Beitrag zur ersten Information zu Kleinlinden: Die Ersterwähnungsurkunde für Kleinlinden, ausgestellt am 13. Dezember 1269. Wege über die Rhein-Main Bahn werden beschrieben, die Geologie von Kleinlinden stellt ein Beitrag dar, und viel erfahren Leser über die Vor- und Frühgeschichte Kleinlindens. »Die Kirche im Dorf lassen« lautet ein weiterer Autorenbeitrag. Auch jüngere Leser dürfte die Beschreibung »Ein Arbeitstag unserer Großeltern« interessieren. Sogar der »Street Art in Linnes« ist ein Kapitel gewidmet. Den Vereinen sei sehr viel Platz gegeben worden, verdeutlichen die Macher, um sich aktuell selbst darzustellen und aufzuzeigen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Leider reagiertgen nicht alle, nachdem sie angeschrieben worden waren.

Das Buch inklusive DVD kostet 19,80 Euro und ist erhältlich bei: TSV Klein-Linden, Geschäftsstelle Pfingstweide 14, Evangelische Kirchengemeinde Kleinlinden Gemeindebüro, An den Schulgärten 2, Gralla. Die Haarprofis, Zum Maiplatz 28, REWE-Markt Lemp, Heerweg 14-16, Volksbank Mittelhessen eG, Filiale Gießen-Kleinlinden, Heerweg 1 und Markt der Möglichkeiten am Sonntag, 25. August, im Bürgerhaus Kleinlinden. Auch ein Buchversand per Post ist möglich. Infos bei stefanprangegiessen@googlemail.com oder unter Tel. 06 41/2 11 95.

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