29. Juli 2013, 20:58 Uhr

Wahlen: 19 Männer und zwei Frauen für drei Direktmandate

Gießen (mö). In weniger als zwei Monaten gibt es in Hessen und damit auch in Gießen eine Premiere: Am 22. September werden der neue Bundes- und der neue Landtag an einem Sonntag gewählt.
29. Juli 2013, 20:58 Uhr
Ihr Wahlkreis-Duell stellt alles in den Schatten. »MP« Volker Bouffier und Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel. (Foto: dpa)

Auch die Vorbereitungen laufen daher zeitgleich. So haben die drei Kreiswahlausschüsse am vergangenen Freitag alle Bewerber für die Doppelwahl zugelassen. Um die zwei Gießener Landtags-Direktmandate und das eine Bundestags-Direktmandat bewerben sich 19 Männer und zwei Frauen.

Überraschungen und Beanstandungen blieben aus. Die meisten Kandidaten, nämlich acht, bewerben sich um das Gießener Bundestagsmandat, das vom CDU-Abgeordneten und Wissenschafts-Staatssekretär Dr. Helge Braun (Gießen) verteidigt wird, und zwar in erster Linie gegen den vorherigen Mandatsträger Rüdiger Veit (Pohlheim) von der SPD. Zum letzten Mal tritt der noch amtierende Bundestagsvizepräsident Dr. Hermann Otto Solms (FDP/Lich) bei einer Wahl zum Bundestag an. Tom Koenigs (Frankfurt) von den Grünen, der auf dem Stimmzettel übrigens »Thomas« heißt, ergänzt das Bewerberfeld derjenigen, die bereits über Bundestagserfahrung verfügen. Für die im Bundestag vertretene Linkspartei tritt der Gießener Ali Al-Dailami an.

Das Kandidatenfeld wird vervollständigt von Sascha Endlicher aus Reiskirchen, der für die Piraten antritt, von NPD-Mann Volker Sachs (Wölfersheim) sowie von Einzelbewerber Peter Klis (Staufenberg), der sich mehr Volksentscheide auf die Fahnen geschrieben hat. Sachs und Klis haben bereits in der Vergangenheit in den Gießener Wahlkreisen kandidiert.

Mit sieben Kandidaten folgt der Landtagswahlkreis Gießen-Stadt (18), wo der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gerhard Merz Titelverteidiger ist. Sein Hauptkontrahent ist Gießens CDU-Chef Klaus Peter Möller, der bis 2009 im Landtag war. Für die FDP tritt Landtagsfraktionschef Wolfgang Greilich (Gießen) an, für die Grünen der frühere Stadtverordnete Christian Otto (Gießen). Die Linke bietet Christiane Plonka aus Gießen auf, die Piraten Christian Fleißner (ebenfalls Gießen). Unter Exot rangiert Ralf Schmidt aus Aßlar, der für die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD) kandidiert.

Sechs Bewerber treten schließlich an, um das Direktmandat im Landtagswahlkreis Gießen-Land (19) zu erringen. Auf die Entscheidung zwischen CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier (Gießen) und Oppositionsführer und SPD-Hessenchef Thorsten Schäfer-Gümbel (Lich) wird am 22. September das ganze Land schauen. Die Nebenrollen sind daher klar vergeben: an Andrea Kaup (FDP/Lich), Alexander Wright (Grüne/Gießen), Matthias Riedl (Linke/Gießen) sowie Matthias Tampe-Haverkock aus Biebertal, der für die Piratenpartei antritt.

Bei den wichtigeren Zweitstimmen für die Parteien ist die Auswahl deutlich größer, denn der Landeswahlausschuss ließ für die Bundestagswahl 15 Listen zu, für die Landtagswahl 18. Darunter befinden sich mit den Freien Wählern und der Alternative für Deutschland auch Formationen, für die in den Gießener Wahlkreisen keine Erststimmen-Bewerber antreten.

Die beiden Urnengänge beginnen in weniger als einem Monat, denn ab dem 19. August kann per Brief gewählt werden.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos