Stadt Gießen

Wie lokale Politik gemacht wird

»So nah am Alltag! Ehrliche Antworten! Blick in die Ämter!« 50 Schüler aus den Grundkursen Politik und Wirtschaft der Stufe 12 der Gesamtschule Ost hatten Gelegenheit, sich hautnah mit Politik und Verwaltung auseinanderzusetzen. Mit ihren Lehrerinnen Carmen Stabel-Schläfer und Natascha Wahl hatten sie sich auf »Jugend im Rathaus« vorbereitet.
28. August 2019, 22:17 Uhr
Dagmar Hinterlang
Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt (am Pult) zeigt den Schülerinnen und Schülern den Stadtverordneten-Sitzungssaal im Rathaus. 	(Foto: hin)
Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt (am Pult) zeigt den Schülerinnen und Schülern den Stadtverordneten-Sitzungssaal im Rathaus. (Foto: hin)

»So nah am Alltag! Ehrliche Antworten! Blick in die Ämter!« 50 Schüler aus den Grundkursen Politik und Wirtschaft der Stufe 12 der Gesamtschule Ost hatten Gelegenheit, sich hautnah mit Politik und Verwaltung auseinanderzusetzen. Mit ihren Lehrerinnen Carmen Stabel-Schläfer und Natascha Wahl hatten sie sich auf »Jugend im Rathaus« vorbereitet.

Einen Tag lang konnten die jungen Leute sich im Rathaus umsehen. Eine Rallye führte durch Ämter. Nikolaos Lappas-Boukas fand es spannend zu erleben, wie Politik in Gießen gemacht wird. Gregor Growitsch fände es wichtig, sich selbst zu engagieren, anstatt sich zu beschweren. Alina Riemenschneider hatte Klischees und Stereotypen erwartet. Sie war überrascht, ehrliche Antworten zu bekommen, auch wenn diese Antworten nicht immer ihren Vorstellungen entsprachen. Ein Impulsvortrag über Klimaschutzmanagement rundete das Programm ab, bevor es in eine Schlussrunde im Stadtverordnetensitzungssaal ging. Mitglieder aller im Stadtparlament vertretenen Fraktionen beantworteten Fragen zu sechs Themenkomplexen, von »Fridays for future« bis Wohnraum für Schüler und Studenten.

»Jugend im Rathaus« ist ein Projekt des Deutschen Kinderschutzbundes, Orts- und Kreisverband Gießen. Hintergrund ist das Kinderrecht auf Partizipation, wie es in der Hessischen Gemeindeordnung ausgedrückt ist. Gerhard Merz (Deutscher Kinderschutzbund) ist es ein Anliegen, die Sicht von Kindern und Jugendlichen in die Kommunalpolitik einzubinden. Mit »Jugend im Rathaus« sei eine gute Dialogform gefunden worden, meinte Merz. Stadträtin Gerda Weigel-Greilich nannte Beispiele praktizierter Teilhabe. Das Projekt »Jugend im Rathaus« hielt sie für effektiver als ein formales Kinder- und Jugendparlament. Frank Schmidt wünschte sich, mit den jungen Leuten in Kontakt zu bleiben. Sein Appell: »Demokratie wagen!«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Wie-lokale-Politik-gemacht-wird;art71,622623

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