28. Dezember 2016, 18:42 Uhr

Wildblumen für Aussichtsgipfel?

Im Allendorfer SPD-Programm zur Kommunalwahl 2016 hieß es bereits: »Im Hinblick auf das befürchtete Aussterben der Wildbienen ist geplant, auf städtischen Grünflächen in der Gemarkung Wildblumenwiesen anzulegen.« Zur Umsetzung dieses Zieles hatte Ortsvorsteher Thomas Euler nun zu einem Ortstermin auf der Streuobstwiesenfläche »Judenberg« und auf dem »Allendorfer Aussichtsgipfel« eingeladen, bei der eine solche Bepflanzung der einstigen Kreismülldeponie von Vertretern des Naturschutzbundes begrüßt wurde.
28. Dezember 2016, 18:42 Uhr
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Von Guido Tamme
Besichtigung auf der ehemaligen Mülldeponie mit Vertretern der SPD Allendorf, des NABU Gießen und dem Naturschutzortsbeauftragten Roland Hels (2. v. l.) (Foto: pm)

2700 Obstbäume am »Judenberg«

Wenn im kommenden Jahr die Rekultivierung der ehemaligen Abfalldeponie anstehe, sollten die vorgesehenen Sträucher eher in der Hanglage, allerdings mit Schneisen, eingeplant und auf der eigentlichen Kuppe in dem zurzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereich, eine große Wildblumenwiese angelegt werden. Als Saatgut sollen heimische Pflanzen – gemäß des Bienenweiden-Katalogs – genutzt werden.
Die Folge: Geschwächte Bienenvölker und zumindest bei wild lebenden Arten zurückgehende Populationen. Hier könne man durch die Schaffung von Bienenweiden, also Wildblumenwiesen, die den größten Teil des Jahres den Bienen Nahrung bieten, deutlich entgegensteuern.
Der Naturschutzbund werde dabei gern behilflich sein.
Euler will deshalb eine Strafanzeige erstatten in der Hoffnung, dass durch Zeugen die Verursacher der Sachbeschädigung ermittelt werden können.


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