20. März 2019, 21:54 Uhr

Zwischen Kirche und Windkraftanlage

20. März 2019, 21:54 Uhr
Die Pilgergruppe besucht in Mücke-Ober-Ohmen die Kirche. Dort können die beeindruckenden Wandmalereien bestaunt werden, die seit dem dem Mittelalter den gotischen Chorraum schmücken. (Foto: pm)

Mücke (pm). In Ilsdorf starteten dieser Tage 27 Pilger mit Dekan Norbert Heide bei herrlichem Wetter zur ersten Etappe auf dem Lutherweg 1521. Auf Wiesenwegen war die evangelische Kirche in Ruppertenrod als erste Anlaufstelle erreicht, eine denkmalgeschützte Fachwerkkirche aus dem Jahr 1711. Die barocke Saalkirche prägt durch ihre zentrale Lage das Ortsbild. Vor der Kirche konnten die Pilger einen Stempel für das Lutherheft ergattern, bevor es in Richtung Ober-Ohmen weiterging.

Die evangelische Kirche in Ober-Ohmen ist eine denkmalgeschützte Saalkirche aus den Jahren 1792 – 1794. Hinter den dicken Mauern des Kirchturms der evangelischen Kirche befindet sich ein wahrer Schatz. Nahezu unverändert präsentiert sich seit dem Mittelalter der gotische Chorraum mit seinen beeindruckenden Wandmalereien. Nach der aufwendigen Restaurierung der Malereien wurde der Raum 2018 als »Elisabethkapelle« wieder geweiht. Ortspfarrer Markus Witznick gab den Pilgern Erläuterungen hierzu.

Der Windpark Mücke-Feldatal-Ulrichstein ist mit 17 Windkraftanlagen bei Ober-Ohmen seit 2012 in Betrieb, und er wurde 2015 auf 19 aufgestockt. Er ist derzeit der zweitleistungsstärkste zusammenhängende Windpark in Hessen. Die Lutherbank auf einer Anhöhe vor diesem Windpark bot Gelegenheit zu einer kurzen Rast.

Nach weiteren sechs Kilometern auf dem Lutherweg war die Martin-Lutherkirche in Ermenrod erreicht. Sie zählt zu den schönsten Fachwerkkirchen in Hessen. Der hohe, im barocken Stil erbaute Dachreiter beinhaltet im Glockenstuhl zwei Glocken. Für diese alte Kirche wurden schöne Ölgemälde hergestellt, die neben Christus die zwölf Apostel darstellen.

Dekan Heide begleitete hier den Gesang der Pilger an der Orgel und las aus dem Buch Martin Luther »Der Krieg der Ritter und Bauern«. Nach drei Kilometern war das Ziel der neunten Etappe auf dem Lutherweg Schellnhausen erreicht. Die zehnte Etappe führt dann am Samstag, 30. März, von Schellnhausen nach Romrod (etwa zwölf Kilometer).

Treffpunkt ist um 8 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Infos erhalten Interessierte im ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401/227315.

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