19. Dezember 2018, 22:19 Uhr

Ziel: Verbrauch senken

19. Dezember 2018, 22:19 Uhr
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Aus der Redaktion

Viele Kommunen können nicht bis ins Detail nachvollziehen, welche ihrer Liegenschaften wie viel Energie benötigt. Beim 20. Kommunalen Umwelt-Treff erklärten Experten der Stadtwerke Gießen (SWG), wie sich Transparenz in diesem Bereich schaffen lässt und welche Einsparpotenziale damit zu erschließen sind. Zur Veranstaltung kamen 16 Umweltberater, Energiebeauftragte sowie Mitarbeiter aus Stadt- und Gemeindeverwaltungen zu den SWG in die Lahnstraße. Sie alle setzen sich täglich mit Energie- und Umweltthemen sowie Energiekosten auseinander.

Martin Zielke, bei den SWG für das Energiemanagement zuständig, beleuchtete in seinem Vortrag die Vorgehensweise beim Einsatz eines kommunalen Energiemanagements und die Effekte, die nach seiner Ein- und Durchführung zu erwarten sind. So steht am Anfang immer die genaue Analyse des Energie- und Wasserverbrauchs. Dann folgen Vergleiche der untersuchten Liegenschaften mit ähnlichen Gebäuden überall in Deutschland.

Erst vergleichen, dann handeln

Ebendies ermöglicht eine objektive Beurteilung der Verbrauchswerte. Liegt eine Immobilie – etwa der Kindergarten – deutlich über dem Benchmark, kann die Kommune gezielt handeln. »Ein kommunales Energiemanagement liefert belastbare Daten, die die Verantwortlichen in den Verwaltungen in die Lage versetzen, wirtschaftlich und energetisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen«, erläuterte Michael Rösner, Leiter Vertrieb Privat- & Gewerbekunden bei den SWG und für die Organisation der Veranstaltung zuständig. Obwohl ein kommunales Energiemanagement seine Kosten praktisch in jeder Stadt oder Gemeinde dank spürbarer Einsparungen wieder hereinholt, schrecken viele, vor allem kleinere Kommunalverwaltungen, davor zurück. Denn ohne die aktive Mitarbeit vonseiten der Kommune funktioniert es nicht. Und genau die ist wegen einer vielerorts angespannten Personalsituation oft nicht im nötigen Umfang zu leisten.

Belastbarer Überblick

Deshalb informierte Dennis Adams aus der SWG-Abteilung Marketing und Vertrieb auf dem Kommunalen Umwelt-Treff über das »SWG Energie Cockpit«. Diese Webanwendung kann zwar ein Energiemanagement nicht ersetzen, sie stellt aber einen einfachen und vor allem wirkungsvollen Einstieg in die Thematik dar. Denn auch das sogar auf dem Smartphone oder dem Tablet lauffähige Programm sorgt – mit den entsprechenden Daten gefüttert – für Transparenz beim kommunalen Energieverbrauch und schafft so einen ersten belastbaren Überblick.

»Das ›SWG Energie Cockpit‹ nutzen schon viele Unternehmen, um ihren Energieverbrauch zu senken. Es eignet sich aber ebenso gut für die kommunale Anwendung«, ergänzt Michael Rösner. Der Kommunale Umwelt-Treff habe sich inzwischen als feste Größe etabliert, freute sich Rösner über die erneut gelungene Veranstaltung.



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