30. Dezember 2018, 18:49 Uhr

Schäfer-Kunden naschen für den guten Zweck »Muskelkater« hilft Kita Helen Keller Verbraucher optimistisch und skeptisch zugleich So viele Beschwerden wie noch nie Gesundheit und Produktivität von Mitarbeitern fördern Kreuzfahrtschiffe: Dicke Luft, aber si

30. Dezember 2018, 18:49 Uhr

2000 Euro sind bei der Spenden-Aktion »Naschen für den guten Zweck« von Schäfers Backstuben zusammen gekommen. Die Familienbäckerei aus Biedenkopf spendet je 1000 Euro an die Vereine »Samburu Hilfe« und »Deutscher Kinderschutzbund«. Das Geld stammt aus dem Reinerlös von verschiedenen weihnachtlichen Aktionsständen, die Schäfers Backstuben am Nikolaustag gestartet hatte. Das Foto zeigt Geschäftsführer Heinz Lichtenthäler bei der Übergabe an Gerda Wied-Glandorf (Samburu Hilfe). (Foto: pm)

Das Fitness-Studio Muskelkater in Gießen (Siemensstraße) hat dem Kinder- und Familienzentrum Helen Keller 1000 Euro gespendet. Das Geld stammt auch in diesem Jahr aus einer Aktion mit »Probe-Gutscheinen« zum Trainieren, die das Fitness-Studio verkauft und den Erlös für den guten Zweck überreicht. Seit über einem Jahr bietet das Familienzentrum in Kooperation mit dem Muskelkater »Kinder-Zumba« an, zu dem einmal wöchentlich eine Trainerin in die Kita kommt. Vor der Spendenübergabe gab es noch einmal Zumba für alle Kinder in der Turnhalle. (Foto: Schepp)

Nürnberg (dpa). Die Verbraucher in Deutschland schwanken zum Jahresende zwischen Zuversicht und Skepsis: Einerseits erwarten die Bürger laut der neuen Konsumklimastudie des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK leicht steigende Einkommen. Andererseits gehen sowohl die Konjunkturerwartungen als auch die Kauflaune und Sparneigung etwas zurück. In ihrer monatlichen Studie prophezeit die GfK daher im Saldo für Januar einen unveränderten Konsumklimawert von 10,4 Punkten. Da der deutsche Arbeitsmarkt nach wie vor boomt, haben die skeptischeren Konjunkturerwartungen offenbar kaum Auswirkungen auf die persönlichen Erwartungen. Die GfK geht davon aus, dass die privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen. Und auch die Aussichten für 2019 blieben aus Sicht der Marktforscher günstig. Die GfK-Studie basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der Europäischen Union. Das Konsumklima bezieht sich nicht nur auf die Ausgaben im Einzelhandel, sondern umfasst auch Mieten, Reisen und Gesundheit.

Bonn (dpa). Verspätete Pakete, falsch zugestellte Briefe oder lange Wartezeiten am Schalter – immer mehr Bürger machen ihrem Ärger über die Deutsche Post und deren Wettbewerber Luft.

Die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur habe sich in diesem Jahr auf 11 830 fast verdoppelt, teilte die Bonner Regulierungsbehörde mit. 2017 waren es noch 6100 gewesen, 2016 nur rund 3900.

Die Kritik zielt vor allem auf den Marktführer Deutsche Post DHL, aber auch auf Konkurrenten wie die Paketdienstleister Hermes oder DPD. Die Bundesnetzagentur betonte, gemessen am Gesamtvolumen seien es allerdings noch relativ wenige Beschwerden. Es gebe zwar kein flächendeckendes Problem, aber regionale und zeitweilige Defizite.

Noch nie haben sich so viele Verbraucher bei der Bundesnetzagentur beschwert wie in diesem Jahr. »Dies zeigt, dass die Bundesnetzagentur als Ansprechpartner für Verbraucherfragen wahrgenommen wird«, sagte Behördenchef Jochen Homann. Und es ist auch ein Grund für den Anstieg: Inzwischen wissen mehr Bürger von der Möglichkeit zur Beschwerde. Früher hat sich manch einer also auch schon über falsch zugestellte Post geärgert, dies aber nicht gemeldet.

Die Hälfte der Beschwerden bezieht sich auf Briefe, ein Drittel auf Pakete. Beim Rest geht es etwa um lange Schlangen in Postfilialen oder um unpassende Öffnungszeiten. Im Paketgeschäft hat die Deutsche Post DHL etwa 44 Prozent des Gesamtmarktes in Deutschland, die übrigen Anteile entfallen auf Rivalen wie Hermes, DPD und GLS. Der Marktanteil entspricht in etwa auch dem Anteil an den Beschwerden.

Unterdessen meldeten die Paketfirmen eine rasante Fortsetzung des Paketbooms – die Zahl der Online-Bestellungen steigt, zumal die Kunden wegen der guten Konjunktur im Schnitt mehr Geld in der Tasche haben. DHL rechnet damit, dass der Paketmarkt bis 2020 jährlich um etwa 5 bis 7 Prozent wächst.

Bei betrieblichem Gesundheitsmanagement denken viele an Obstkorb, Yoga-Lehrer und Gutschein für den örtlichen Fitnessclub. Der beste Schutz gegen einen hohen Krankenstand ist aber ein gutes Betriebsklima durch gesunde Führung. Wenn sich Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und dem Unternehmen identifizieren, dann nehmen sie, was Arbeitsbelastungen angeht, sehr viel (mehr) in Kauf. Wer seine Stärken einsetzen kann und Wertschätzung erfährt, ist glücklicher, gesünder und produktiver.

Doch wie lässt sich ein gutes Betriebsklima erreichen? Ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement rechtlich vorgeschrieben und wenn ja, welche Maßnahmen helfen wirklich oder sind Pflicht? Wie kann man alle Mitarbeiter rechtlich korrekt und entsprechend ihrer Stärken einsetzen? Sind Hierarchien gesundheitsschädlich? Im nächsten Treffen des Arbeitskreises Personal der IHK Gießen-Friedberg am 12. März von 14 bis ca. 17.30 Uhr in Gießen werden die Gießener Pharma-Unternehmerin Annette Pascoe und Rechtsanwalt Dr. Thomas Block von der Frankfurter Wirtschaftsrechtskanzlei AC Tischendorf Ansätze der Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt vorstellen. Die Firma Pascoe Naturmedizin wurde sechs Mal in Folge als eines der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands ausgezeichnet. Anmeldungen unter Tel. 0641/ 7954-4025.

Berlin (pm). Passagiere von Kreuzfahrten können sich an Bord sicher fühlen, müssen aber in Kauf nehmen, dass ihre Reise zu Lasten der Umwelt und der Arbeiter an Bord geht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von Kreuzfahrten. Die vier großen Anbieter Aida, Costa, MSC und Tui Cruises und ihre Schiffe bieten ein hohes Sicherheitsniveau, das die Tester überzeugt hat. Sozial engagieren sich die Reedereien allerdings eher wenig. Sie orientieren sich an gesetzlichen Vorgaben der Staaten, unter deren Flagge sie fahren, etwa Malta. Oft ackern die Angestellten zehn bis zwölf Stunden, manchmal länger, nicht selten für einen Lohn von 2,65 bis 4,40 Euro pro Stunde. Freie Tage gibt es meistens monatelang nicht. Jede Kreuzfahrt belastet die Umwelt. Das größte Übel ist das Verbrennen von billigem Schweröl, mit dem die Schiffe überwiegend fahren. Dabei entstehen Schwefel- und Stickoxide, Kohlendioxid und Feinstaub. Die Reedereien leisten zu wenig, um solche Abgase zu vermeiden. Acht der zwölf getesteten Schiffe schneiden deshalb im Prüfpunkt Umweltschutz mangelhaft ab, darunter alle von MSC. Besser wäre es, auf Marine-Diesel oder Flüssig-Erdgas umzustellen, doch das würde Kreuzfahrten deutlich verteuern.

Nach sechs Jahren ist die Berufsbildungspartnerschaft (BBP) der IHK Gießen-Friedberg mit Nigeria erfolgreich abgeschlossen worden. Bei seiner Reise nach Nigeria Anfang Dezember überreichte IHK-Hauptgeschäftsführer Matthias Leder den nigerianischen Partnern eine Urkunde für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit Während der Projektlaufzeit wurden in Nigeria insgesamt 290 Azubis aus 125 Betrieben betreut und darüber hinaus 310 Ausbilder trainiert. 95 Prozent der Auszubildenden wurden von den Unternehmen übernommen. Ein zusätzlicher großer Erfolg ist auch, dass der nigerianische Staat die im Rahmen der Partnerschaft entwickelten Lehrpläne offiziell anerkannt hat, freut sich Leder. Aus Sicht der Projektpartner und der Unternehmer war das Anwenden der dualen Berufsausbildung in der Praxis am wichtigsten. Sie sind heute so von deren Nutzen überzeugt, dass sie diese Elemente zukünftig unbedingt fortführen möchten. Die Berufsbildungspartnerschaft wurde finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von der Entwicklungsorganisation sequa gesteuert. Elemente der deutschen dualen Berufsausbildung wurden in das nigerianische System übertragen, um die Qualität der beruflichen Ausbildung zu verbessern.

Die rund 80 in Nigeria ansässigen deutschen Unternehmen unterstützen die nigerianischen Partner dabei, die Ausbildung weiterzuentwickeln, denn sie sind auf gute lokale Fachkräfte angewiesen. Die IHK Gießen-Friedberg ist seit 2005 bundesweites Kompetenznetzwerk für Nigeria. Der westafrikanische Staat ist mit 190 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land und die größte Volkswirtschaft Afrikas. Zu den zentralen Wirtschaftszweigen zählen die Ölindustrie, Telekommunikation, Landwirtschaft und die Filmindustrie.

Im Rahmen der Partnerschaft wurden Lehrpläne für vier Berufe erarbeitet: Industrieelektroniker, Industriemechaniker, Gebäudemanagement und Verwaltung. Verantwortlich bei der IHK Gießen-Friedberg war der Leiter des Bereichs International Robert Malzacher gemeinsam mit seiner Berufsbildungskollegin Elke Ehlen.

Bei Streitigkeiten über die Zulässigkeit von Werbemaßnahmen bieten die Industrie- und Handelskammern mit den wettbewerbsrechtlichen Einigungsstellen eine kostengünstige Alternative der Konfliktlösung.

Die Einigungsstelle zur Beilegung von Wettbewerbsstreitigkeiten ist ein auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb eingerichtete, unabhängige Stelle, die in Wettbewerbsstreitigkeiten zwischen den Parteien eine gütliche Einigung herbeiführen soll. Sie tagt mit einem erfahrenen Wettbewerbsjuristen als Vorsitzenden und zwei Kaufleuten als Beisitzer. Im Rundgespräch unter Moderation des Vorsitzenden wird der Sachverhalt diskutiert, werden die unterschiedlichen Bewertungen erörtert und die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und die Rechtsprechung dazu besprochen. Das geschieht anders als beim Landgericht relativ formlos und nicht öffentlich.

Ein Verfahren vor der Einigungsstelle kann von jedem Gewerbetreibenden eingeleitet werden, der sich gegen Werbeaussagen und Werbemaßnahmen eines Konkurrenten wehren möchte. Außerdem haben Wettbewerbs- und Verbraucherschutzverbände und in bestimmten Fällen auch Verbraucher ein Antragsrecht. Dem Verfahren vor der Einigungsstelle sollte eine Abmahnung vorausgegangen sein. Die Einleitung des Verfahrens erfolgt durch einen Antrag an die Einigungsstelle, dem die Abmahnung und eine Begründung beigefügt werden. Einen Antrag kann natürlich auch derjenige stellen, der seinerseits abgemahnt worden ist.

»Milder« als der Gang vor Gericht

Besonders bietet sich das Einigungsstellenverfahren an, wenn die Parteien sich ihrer rechtlichen Position nicht völlig sicher sind oder eine Seite das »mildere Mittel« zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung sucht. Wählt eine Partei den direkten Weg zu Gericht, ohne zuvor die Einigungsstelle anzurufen, so kann es passieren, dass das Gericht auf Antrag den Parteien aufgibt, zunächst die Einigungsstelle zur Herbeiführung eines gütlichen Ausgleichs anzurufen (§ 15 Abs. 10 Satz 1 UWG). Weniger geeignet ist das Verfahren, wenn der Sachverhalt unüberschaubar ist und erst durch eine Beweisaufnahme festgestellt werden muss.

Die IHK Gießen-Friedberg und die IHK Lahn-Dill haben mit Zustimmung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vom 26. September 2018 eine gemeinsame wettbewerbsrechtliche Einigungsstelle für beide Kammerbezirke errichtet. Diese löst die beiden bisher für jeden IHK-Bezirk gesondert bestehenden Einigungsstellen ab. Die gemeinsame wettbewerbsrechtliche Einigungsstelle ist bei der IHK Gießen-Friedberg angesiedelt, die Verhandlungen können aber in beiden IHK-Bezirken stattfinden. Der Einigungsstelle gehören Angehörige beider Kammerbezirke an. Die Liste der Vorsitzenden und Beisitzer kann bei der Geschäftsstelle der IHK Gießen-Friedberg eingesehen oder im Internet abgerufen werden.

Die gemeinsame Einigungsstelle der Industrie- und Handelskammern Gießen-Friedberg und Lahn-Dill ist unter Tel. 06 41/79 54-40 20 in Gießen zu erreichen.

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