07. Januar 2009, 17:14 Uhr

Mandarinen und Taschentücher von Wahlkämpfern

Alsfeld (ks). Orangefarbene Schals und rotgefrorene Nasen, heißer Kaffee und »Vitamin CDU« in Mandarinenform: Es ist Wahlkampf in Hessen.
07. Januar 2009, 17:14 Uhr
Gut gelaunt trotz eisiger Kälte: Innen-und Kultusminister Jürgen Banzer (vorne links) mit CDU-Direktkandidat Kurt Wiegel und Landrat Rudolf Marx auf dem Alsfelder Marktplatz. (Foto: ks)

Alsfeld (ks). Orangefarbene Schals und rotgefrorene Nasen, heißer Kaffee und »Vitamin CDU« in Mandarinenform: Es ist Wahlkampf in Hessen. Am Mittwoch Mittag machte Hessens Justiz- und Kultusminister mit einem großen Bus auf dem Alsfelder Marktplatz Station und Werbung - »mit heißem Herz gegen die Kälte,« wie er scherzte. Neben Vertretern des Wahlkampfteams waren auch Mitglieder des Vereins »Hessische Eltern pro Bildung« dabei, um für ihr Anliegen zu werben.

Rainer Roth und Ursula Häuser vom Verein appellieren an die Eltern, »stärker Verantwortung zu übernehmen und sich in Sachen Schule engagiert einzubringen.« Verteilt wurden Handzettel, auf denen unter anderem eine freie Schulwahl gefordert wird. »Schön ist der Marktplatz doch immer wieder«, meinte Jürgen Banzer gleich nach dem Aussteigen aus dem Bus zu den Vertretern der heimischen CDU, darunter Direktkandidat Kurt Wiegel, Landrat Rudolf Marx, Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz und Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Heuser. Im Gespräch war Banzer für die Ganztagsschule, das allerdings nicht verpflichtend, aber in vielen Bereichen gebe es aber keine Alternative dazu. Allerdings seien rund 850 000 Schüler samt Eltern und Lehrern ein »schwerer Tanker - das Umsteuern kann nur langsam erfolgen. « Man sei auf dem Weg, dass zeige sich daran, dass schon ein Drittel der Schulen Ganztagsangebote machen. Jetzt müsse das Angebot »wachsen«, dazu forderte Banzer ebenso wie die Eltern-Vertreter Gruppen und Vereine auf, sich zu engagieren. In Handzetteln machte die CDU darauf aufmerksam, sie wolle in der nächsten Legislaturperiode 2500 zusätzliche Stellen an Schulen schaffen, »1000 bereits im kommenden Schuljahr.« Auch sollten die Klassen schrittweise verkleinert werden.



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