17. November 2010, 18:08 Uhr

33 Jäger erlegten fünf Wildschweine und einen Fuchs

Alsfeld-Leusel (kl). Die Treibjagd in der Gemarkung Leusel brachte kürzlich eine nicht gerade große, aber doch recht interessante Strecke: fünf Wildschweine wurden erlegt - und ein Fuchs.
17. November 2010, 18:08 Uhr
Nach der Treibjagd wurde die ausgelegte Strecke traditionell verblasen. (Foto: kl)

Alsfeld-Leusel (kl). Die Treibjagd in der Gemarkung Leusel brachte kürzlich eine nicht gerade große, aber doch recht interessante Strecke: fünf Wildschweine wurden erlegt - und ein Fuchs. Hasen konnten auch diesmal in der 760 Hektar großen Gemarkung, die als Jagdpachtbezirk ausgewiesen, nicht erlegt werden. Und so konnte am Ende der von ununterbrochenem Regen begleiteten Jagd Pächterin Elke Stillger, nachdem die Strecke verlegt und verblasen wurde, diejenigen Jäger mit dem »Bruch« auszeichnen, die für das Erlegen der fünf Wildschweine verantwortlich waren. Zuvor dankten Elke Stillger und Petra Hack allen Teilnehmer dafür, dass man trotz des recht ungemütlichen Wetters zusammengefunden hatte, um in rund fünf Stunden die Gemarkung Leusel zu bejagen. Die Strecke erfuhr eine Steigerung zum vergangenen Jahr, als man bei starkem Schneetreiben und niedrigen Temperaturen überhaupt kein Wild zur Strecke bringen konnte. Diesmal waren es immerhin fünf Wildschweine, stellte Elke Stillger fest.

Zur Treibjagd nach Leusel waren 33 Jäger gekommen, die größtenteils große Anfahrtswege hinter sich hatten. Sie kamen aus Essen, Wiesbaden, aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, aus der Schwalm und einige auch aus dem Vogelsberg. Die freundlichen Verbindungen zur Jagdpächterin Elke Stillger machten die Beteiligung an der Treibjagd in Leusel möglich. Elke Stillger hat die Jagdpacht ihres im Jahre 2003 verstorbenen Lebensgefährten Rainer Leschhorn fortgeführt; dieser war 1989 mit in die Jagdpacht in der Gemarkung Leusel eingestiegen. Neben den Jägern waren bei der Treibjagd in Leusel auch vier Hundeführer mit zehn Hunden und acht Treiber im Einsatz. Den Beginn und das Ende der Jagd absolvierten Jagdhornbläser aus Knüllwald (Schwalm). Nachdem man die Strecke verblasen und den einen oder anderen kräftigen Schluck sowie Kaffee und Kuchen bei der kalten Witterung zu sich genommen hatte, ging es weiter zum Schüsseltreiben. Die Jagdbeute wurde derweil ordnungsgemäß in Kühlräumen aufbewahrt, um diese entsprechend prüfen und danach verwerten zu können.

Im Vogelsbergkreis gibt es 312 Jagdbezirke mit einer bejagbaren Fläche von insgesamt 137 154 Hektar. Damit hat der Vogelsbergkreis die drittgrößte bejagbare Fläche in Hessen. Die Jagdsteuer als kreiseigene Steuer beträgt ab Januar zwölf Prozent der Jagdpacht (bis lang sind es noch 17 Prozent). Die Einnahmen für den Haushalt 2011 sind aufgrund der neuen Höhe von seither rund 240 000 Euro auf 160 000 Euro reduziert in Ansatz des in der vergangenen Kreistagssitzung eingebrachten Haushaltes gebracht worden.

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