18. November 2014, 18:38 Uhr

Zentrum für Karosseriebau für eine Million Euro ausgebaut

Alsfeld (kl). Eine Million für bessere Ausbildungsbedingungen im Fahrzeugbau wurden nun feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Berufliche Bildung ist ein zentrales Thema der Gesellschaft und ein Herzstück ist Technik.
18. November 2014, 18:38 Uhr
Im Außenbereich stellten die Azubis einen Motor vor, dahinter der neue Anbau. (kl) (Foto: Günther Kraemer)

Nun wurde ein moderner Anbau für den Bereich Karosserie- und Fahrzeugbau an der Max-Eyth-Schule Alsfeld unter Beteiligung von Politik, Wirtschaft, Verbänden und Sponsoren eröffnet. Schulleiterin Claudia Galetzka war stolz darauf, »dass wir mit diesem Anbau und den gesponserten Maschinen das Zentrum für den Karosserie- und Fahrzeugbau in Hessen und darüber hinaus geworden sind«.

Es soll noch weiter gehen, so will man eine Bundesfachklasse und eine Meisterschule im Fahrzeugbau einrichten. Unterstützung erhielt die Max-Eyth-Schule in dieser Hinsicht von Dr.-Ing. Klaus Weichtmann vom Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik und Reinhard Eggers, Bundesverband Metall. Die sehr gute Ausstattung und die zentrale Lage der Max-Eyth-Schule seien beste Voraussetzungen für die bundesweiten Ausbildungsgänge. »Wir brauchen den Mittelstand und die berufliche Ausbildung im dualen System«, sagte Klaus Weichtmann. Er überreichte für die Einrichtung der Werkstatträume 2500 Euro.

Schulen arbeiten gut zusammen

Berufliche Bildung ist Gemeinschaftsleistung, erklärte Claudia Galetzka. Die Investitionen in die Schule bedeuteten einen politischen und gesellschaftlichen Auftrag für eine zeitgemäße Berufsausbildung. Die Schule wolle »weiterhin ein Aushängeschild für berufliche Bildung allgemein und für den Bereich Karosserie- und Fahrzeugbau im Besonderen sein«. Der Neubau wurde lange geplant und in nur acht Monaten realisiert. Dabei lobte sie alle Beteiligten, darunter die Schulverwaltung des Vogelsbergkreises. 2012 habe der Kreistag nach längeren Diskussionen dem Anbau für den Fachbereich Karosserie- und Fahrzeugbau zugestimmt.

Die Berufsschulen in Alsfeld und Lauterbach sind enorm wichtig für den Vogelsbergkreis, hob Landrat Manfred Görig hervor. Der Kreis stelle sich den gesellschaftlichen Herausforderungen: Wissen verdoppele sich und Technik verändert sich. Dem werde der Neubau der Werkstatt und damit ein verbessertes Bildungsangebot gerecht. Es ist ein Meilenstein für die Schule, erklärte Görig. Etwa 1 Million Euro wurden investiert.

Technik ist Herzstück der beruflichen Bildung, sagte Christoph Fellner zu Feldegg, Leitender Schulamtsdirektor (Gießen). Die neue Kreisregierung habe das umgesetzt, was Schuldezernent Hanns-Michael Diening mit der Schulleitung lange Jahre vorgeplant habe. Neben Technik und Klassenräumen sei eine gute Ausstattung notwendig, um den Bildungsauftrag erfüllen zu können. Im Vogelsbergkreis gebe es bei der berufliche Bildung eine gute Zusammenarbeit der Schulen in Lauterbach und Alsfeld, so Fellner zu Feldegg.

An der Max-Eyth-Schule gelinge der Brückenschlag zwischen Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft, lobte Bürgermeister Stephan Paule. Die MES sei ein Aushängeschild für die Stadt Alsfeld.

Grüße überbrachte Dr. Bert Rauscher vom Vorstand der Heinz-und Gisela-Friederichs-Stiftung (Frankfurt). Rauscher sicherte auch in der Zukunft eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu. Bereichsleiter Dietmar Quehl führte durch die neuen Werkstatträume, erläuterte Ausbildungsteile und stellte Maßnahmen der Ausbildung in der Umsetzung vor. Der Festakt wurde musikalisch umrahmt durch MES-Gebläse und zwei Musikerinnen.

An der MES werden derzeit in der Landesfachklasse Fahrzeug- und Karosseriebau 130 Auszubildende unterrichtet. Die Ausbildung im Blockunterricht erfolgt im dualen Ausbildungssystem (drei Wochen im Betrieb, eine Woche Unterricht) über beträgt dreieinhalb Jahre. Die Auszubildenden kommen aus Hessen, Bayern Rheinland-Pfalz. Während des Wochenunterrichts wohnen die meisten Auszubildenden in Alsfeld. Quehl sagte, dass in der Ausbildung großen Wert auf Praxisnähe gelegt werde. Es gebe eine sehr enge Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben.



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