06. Februar 2015, 16:03 Uhr

Ganz schön knusprig: Brot und Brötchen unter der Lupe

Alsfeld (cc). Der Anblick, der sich den Besuchern in der VR-Bank HessenLand am Donnerstagmorgen bot, ließ dem einen oder anderen von ihnen das Wasser im Munde zusammen laufen.
06. Februar 2015, 16:03 Uhr
Nach der Brot- und Brötchenprüfung erhielten die Bäcker die Urkunden. (Foto: cc)

Sieben Bäckereien der Innung Vogelsberg hatten je zehn Brot- oder Brötchenproben auf zwei langen Tischen ausgebreitet. Die Palette reichte vom Kürbiskernbrot bis zum Wasserbrötchen. Gespannt warteten sie auf das Urteil des hauptberuflichen Prüfers Michael Isensee vom Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren, kurz IQBack.

Die letzten sechs Brot- und Brötchenprüfungen fanden auch in der VR-Bank Alsfeld statt. Man sei sehr zufrieden mit der Betreuung, sagte Birgit Günter von der Bäckerei und Konditorei Günther aus Alsfeld. Auch in der Kreishandwerkerschaft in Lauterbach und in der Max-Eyth-Schule in Alsfeld hat die Brot- und Brötchenprüfung bereits stattgefunden, doch nun habe man die Nähe zum Kunden gesucht. Eine neutrale Plattform war erwünscht und die VR-Bank kam ins Spiel. Prüfer Michael Isensee war bisher jedes Mal dabei. Teilgenommen haben die Udenhausener Bauernbrot GmbH & Co. KG, Stadtbäckerei Danzel aus Kirtorf, Vogelsberger Bauernbrotbäckerei Lind aus Romrod, Bäckerei Richter aus Ober-Ohmen, Bäckerei und Konditorei Günther aus Alsfeld, Bäckerei Selzer aus Ruhlkirchen und die Bäckerei Karl aus Storndorf.

Lob für sehr gute Krusten

Insgesamt wurden 31 Brot- und 32 Brötchensorten geprüft. Bei den Broten erhielten 21 die Note »sehr gut«, also eine Punktzahl von bis zu 100 Punkten (Höchstpunktzahl).
8 Brote erhielten die Note »gut« und 2 Brote die Note »zufriedenstellend«. Bei den Brötchen sah es ein wenig besser aus. 23 Brötchen erhielten die Wertung »sehr gut«,
8 Brötchen die Wertung »gut« und nur ein Brötchen wurde als »zufriedenstellend« erachtet.

Da die Brote und Brötchen frisch gebacken von der Schneidbarkeit her zu weich und sättigend gewesen wären, und Richter Isensee nun mal an die 70 Brötchen probieren musste, wurden sie schon einen Tag vorher gebacken und über Nacht gelagert. Michael Isensee prüft schon seit 25 Jahren für die IQBack. Er achtet besonders auf die Form, das Aussehen, die Oberflächen- und Krusteneigenschaft, die Lockerheit, Krumenbild, Struktur, Elastizität, Geruch und Aroma der Backwaren. Sinn und Zweck der Brot- und Brötchenprüfung ist es, dass die Betriebe feststellen, wo Schwachstellen in der Produktion sind, um die Qualität ihrer Waren zu verbessern. Mängel wären beispielsweise Löcher, eine zu harte Kruste oder eine unansehnliche Form. Jeder Betrieb bekam für seine prämierten Proben ein Zertifikat. Auf der Website www.brot-test.de sind die genauen Ergebnisse einzusehen.

Isensee prüft auch in Schleswig-Holstein, Berlin, Sachsen, Thüringen und Nieder-Sachsen. »Hessen ist ein Bundesland, in denen die Brote sehr gut und kräftig ausgebacken werden und man findet hier häufig auch sehr gute Krusten vor, was in den anderen Bundesländern leider selten vorkommt«, so Isensee. Wer auf den Geschmack gekommen ist: Eine Stollenprüfung findet voraussichtlich im Dezember in der VR-Bank statt.

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