03. April 2017, 17:00 Uhr

Homberg

Freibadsaison gerettet, aber kürzere Öffnungszeiten

In Homberg geht man beim Freibad auf die Defiztbremse. Erstmals nimmt die Stadt ein Dienstleistungsunternehmen mit ins Boot. Weniger Defizit bedeutet aber auch weniger Öffnungszeit.
03. April 2017, 17:00 Uhr
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Von Kerstin Schneider
Die Zeiten für Frühschwimmer im Homberger Freibad sollen unverändert bleiben. Ansonsten wird die Badezeit in der neuen Saison wohl verkürzt. (Foto: Archiv)

Die Bilanz des Homberger Freibads ist ernüchternd: Das Freibad erwirtschaftete in den vergangenen drei Jahren Verluste zwischen 194 000 Euro (in 2015) und 300 000 Euro (in 2014). Dazu kommt noch ein Personalproblem, so dass eine Lösung gefunden werden musste. Jetzt hat die Stadt reagiert und wird den Betrieb erstmals probeweise auf ein Dienstleistungsunternehmen übertragen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig entschieden. Zuvor hatte Bürgermeisterin Claudia Blum noch einmal die Situation geschildert, die zu diesem Schritt führt, unter anderem ist es das Personalproblem (wir berichteten).

Nach dem Testlauf soll im Herbst geprüft werden, ob der Betrieb dann 2018 ganz auf ein Dienstleistungsunternehmen übertragen wird. Die Kosten für den Vertrag mit einer privaten Firma werden durch Einsparungen bei den Personalkosten und bei den Betriebskosten gedeckt, sagte Blum.


Verbindliche Öffnungszeit


Für die CDU sagte Eckhard Hisserich, der zeitliche Druck sei nicht ganz nachvollziehbar. »Das Problem ist doch seit Monaten bekannt.« Jetzt müsse aber eine schnelle Lösung her, damit das Bad öffnen kann. Michael Fina (SPD) sagte, um das Bad demnächst öffnen zu können, müsse man jetzt handeln und so schnell werde die Stadt keine Fachkräfte finden. Deshalb sei die jetzige Lösung zur Überbrückung sinnvoll.

Bürgermeisterin Claudia Blum äußerte sich auch zu den Öffnungszeiten. Im vergangenen Jahr hatten Badegäste kritisiert, dass je nach Wetterlage das Bad teilweise geschlossen war. In diesem Jahr werde es auf alle Fälle verbindliche Öffnungszeiten geben. Dafür würden sie aber höchstwahrscheinlich einen geringeren Umfang haben. »Die Frühschwimmerzeiten bleiben aber,« kündigte Blum an. Im regulären Betrieb werde man etwas kürzen, um zu versuchen, das Defizit zu verringern. Danach wird in den Sommermonaten voraussichtlich zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet sein. Über die Zeiten außerhalb der Ferien soll noch beraten werden. Norbert Reinhardt (CDU) nannte 2017 ein Probelauf-Jahr, man werde anschließend beraten, wie es weiter geht. Auch die Grünen stimmten zu. »Im Moment ist das die beste Lösung,« sagte Christiane Helm.



Eintrittspreise noch offen

Sie fragte nach den Eintrittspreisen, darüber will der Magistrat erst noch sprechen. Hier will man auch einen Vergleich mit Nachbargemeinden anstellen. Im Beschluss sprachen sich die Stadtverordneten einstimmig für ein Testjahr aus. Danach soll der Haupt- und Finanzausschuss beraten, ob der Betrieb des Bades ganz an einen privaten Betreiber übertragen werden soll.



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