05. April 2017, 19:44 Uhr

Mehr Kraft aus der Dose

05. April 2017, 19:44 Uhr
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Aus der Redaktion
Elektromeister Martin Kern, der seit 13 Jahren Beigeordneter im Gemeindevorstand der Gemeinde Feldatal ist, hat den neuen leistungsfähigeren Anschluss ehrenamtlich eingerichtet. (Foto: pm)

Feldatal (pm). In den vergangenen Monaten haben sich die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker im Feldatal in mehreren Sitzungen mit der Klärschlammentwässerung für die Kläranlage Schellnhausen ausgetauscht und beraten. Anlass war, dass die derzeitige Klärschlammzentrifuge nicht mehr einsatzfähig ist und dafür eine Ersatzbeschaffung notwendig, beziehungsweise eine alternative Lösung zur Entwässerung des Klärschlammes gefunden werden musste.

Nach einer Beratung in der Gemeindevertretung, sowie zwei im Haupt- und Finanzausschuss wurde sich einstimmig auf die Vergabe an einen externen Dienstleister für den Zeitraum von zwei Jahren entschieden, um sich in dieser Zeit über eine grundlegende Neukonzeptionierung der Abwasserbeseitigungsanlagen für die Kläranlage Schellnhausen Gedanken zu machen.

Bei den umfangreichen Beratungen und Empfehlungen des Betriebsführers stellte sich heraus, dass eine neue Installation eines 63-Ampere-Stromanschlusses für die zukunftssicher Ausrichtung der Kläranlage Schellnhausen allerdings unumgänglich sein wird. Die Angebote dafür beliefen sich auf rund 5000 Euro. Der bisher in der Anlage vorhandene 16-Ampere-Anschluss ist für die neuen Anlagen nicht ausreichend, sodass dieser Schritt unumgänglich wurde. Der Gemeindevorstand musste für die Ausführung der Arbeiten allerdings nicht auf einen externen Dienstleister zurückgreifen, sondern konnte aus eigenen Reihen den Beigeordneten Martin Kern – einen Fachmann – gewinnen.

Martin Kern, der seit rund 13 Jahren Beigeordneter im Gemeindevorstand der Gemeinde Feldatal und hauptberuflich Mitinhaber der Firma Elektro Römer in Willingshausen und dort als Elektromeister tätig ist, hat sich im Rahmen einer Gemeindevorstandsitzung dazu gewinnen lassen den Anschluss ehrenamtlich einzurichten. »Wir freuen uns, dass wir mit Martin einen Mann vom Fach für die Installation gewinnen konnten, um die anstehenden Arbeiten ehrenamtlich ausführen zu können«, gab der Pressesprecher des Gemeindevorstandes, Beigeordneter Manfred Müller, bekannt, »dadurch kommen auf die Bürger der Gemeinde Feldatal lediglich ein Zehntel der Kosten zu – also rund 500 Euro.«

Die rund vierstündigen Arbeiten wurden am vergangenen Samstag in der Kläranlage ausgeführt, wozu es auch notwendig war, die komplette Anlage für rund eine halbe Stunde vom Netz zu nehmen und abzuschalten. Dafür war außerhalb der regulären Arbeitszeiten Klärwärter Robert Stobbe im Dienst, der die Anlage dafür vorbereiten musste und die Abschaltung überwachte.



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